Wurzeln treten deutlich hervor - Bauzäune zum Schutz vor möglichen Schäden aufgestellt

Kurfürstenstraße: Bäume eingezäunt - sie brauchen mehr Platz

Eingezäunt: Bauzäune schützen die Bäume an der Kurfürstenstraße vor möglichen Schäden durch Autofahrer, die beim Einparken die offen liegenden Wurzeln verletzen könnten. Fotos: Herzog

Kassel Mitte. Die Bäume an der Kurfürstenstraße haben nicht genug Platz. Die Wurzeln treten deutlich zutage und haben bereits das Pflaster angehoben. Um sie zu schützen, hat das Amt für Straßenverkehr und Tiefbau übergangsweise Bauzäune aufgestellt.

Sie sollen verhindern, dass Autofahrer beim Einparken Schäden an den Wurzeln verursachen.

„Da sieht nicht schön aus, ist aber effektiv“, sagt Amtsleiter Gunnar Polzin über die bereits vor Monaten um die Bäume postierten rot-weißen Absperrungen. Im Spätsommer soll die Kurfürstenstraße nach Angaben des Straßenverkehrsamtschefs umgestaltet werden. Dabei sollen auch die japanischen Schnurbäume zu beiden Straßenseiten mehr Platz bekommen. Sie werden künftig von vier Meter breiten Grünstreifen eingefasst. An der Anzahl der Parkplätze - 15 auf der Seite der Kasseler Bank und 13 auf der gegenüberliegenden Straßenseite - wird sich laut Polzin nichts ändern.

Neue Straßenbeleuchtung

Nicht genug Platz: Die Wurzeln haben das Pflaster aufgeworfen.

Bei den Straßenarbeiten handelt es sich nach seinen Angaben um umfangreiche Restarbeiten, die beim Umbau des Kulturbahnhofs und des Philipp-Scheidemann-Platzes für die Regiotram liegen geblieben sind. Dazu gehörten eine neue Straßenbeleuchtung für die Kurfürstenstraße und ein neuer Gehwegbelag nach dem Vorbild der angrenzenden Werner-Hilpert-Straße und der Bürgermeister-Brunner-Straße.

Die Kosten für die Neugestaltung sind mit 250.000 Euro veranschlagt. Die städtischen Gremien wie Magistrat und Ortsbeirat müssen den Plänen allerdings noch zustimmen.

Die zwölf japanischen Schnurbäume wurden nach Auskunft von Freiraumplaner Volker Lange vom Garten- und Umweltamt der Stadt ab 1960 an der Kurfürstenstraße gepflanzt und sind gesund. „Die Bäume sind absolut vital“, sagt der Fachmann. Weil sie auch große Trockenheit vertrügen, seien sie ideal für innerstädtische Standorte. Zudem trügen die Schnurbäume sehr schöne gelb-weiße Blüten im Juli/August, wenn alle anderen Bäume schon längst nicht mehr blühten. (els)

Archivfoto:  Schachtschneider/nh

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