Bombardier Kassel: Arbeit über 2020 hinaus

Nach Bahn-Großauftrag: "Klare Zukunft für Werk Kassel"

Bahntechnik aus Kassel: Arbeiten am Drehgestell einer Traxx-Lok bei Bombardier. Foto: Archiv

Kassel. Für den Bombardier-Konzern ist der Großauftrag der Bahn über 450 Loks „eine hervorragende Nachricht in einem schwierigen Marktumfeld“, sagte Konzernsprecher Immo von Fallois. Und für den Standort Kassel bedeute er, „dass wir dort Arbeit werden halten können“.

Bis über das Jahr 2020 hinaus bringe der Auftrag eine gewisse Auslastungssicherheit für die 600 Eisenbahnbauer in Kassel.

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Der Lokomotivenbaustandort, der auf eine über 200-jährige Henschel-Tradition zurückblickt, werde durch den Zuschlag für Bombardier „eine klare Zukunft“ haben, sagte von Fallois. Die Entscheidung der Bahn sei jedoch noch zu frisch, um sagen zu können, wie sie sich konkret auf den Personalbedarf und die Gesamtauslastung des Werks in den kommenden Jahren auswirken werde. Auf jeden Fall, so der Sprecher, werde der Bombardier-Standort Kassel „einen positiven Ruck“ erfahren. Denn beim Zusammenspiel der beteiligten Produktionsstätten im Konzern würden die Kasseler für die wichtigsten Schritte zuständig sein, nämlich für die Endmontage und die Inbetriebsetzung der neuen Loks.

Die sind für eine Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometern ausgelegt. Von den 130 bereits fest bestellten Lokomotiven der Bombardier-Baureihe Traxx sollen laut Bahn 110 im bundesweiten Güterverkehr eingesetzt werden und 20 im Personennahverkehr.

Bahn-Vorstand Volker Kefer sagte, bei der Entscheidung für Bombardier habe nicht nur der Preis eine Rolle gespielt. Auch Energieverbrauch, Instandhaltungskosten, Ersatzteilbedarf und Qualität seien Kriterien gewesen. (asz)

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