Möglicher Rückzug der Stadt: Deutsche Bahn soll Konrad komplett betreiben

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Umstrittenes Konrad-System: Nach den Plänen der Stadt soll der Betrieb in Zukunft von einem privaten Betreiber betreut werden.

Kassel. Die Stadt Kassel soll sich komplett aus dem Fahrradverleihsystem Konrad zurückziehen. Das will Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) erreichen. Dafür werden Gespräche mit der Bahntochter DB Rent geführt, die sich schon bislang um 80 Prozent des Betriebs (Technik, Hotline, Wartung) kümmert.

Nolda machte aber klar, dass auch andere Betreiber denkbar seien: „Ich kann mir auch einen lokalen Anbieter gut vorstellen. Denn für die Stadt ist das Verleihen von Fahrrädern kein originäres Geschäft.“ Sollte es zu einer Einigung mit DB Rent oder einem anderen Anbieter kommen, muss die Stadt dennoch Geld zuschießen. Ein kostendeckender Betrieb des Systems sei unrealistisch, sagte Nolda.

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Allerdings würden mit einem anderen Betreiber bislang für Konrad abgestellte städtische Mitarbeiter wieder frei. Für die Zeit nach Auslaufen der Bundesförderung des Modellprojektes mit 1,5 Mio. Euro Ende Dezember ist die weitere Finanzierung des Fahrradverleihsystems noch ungeklärt. Erst nach Abschluss der laufenden Haushaltsverhandlungen gibt es Gewissheit. Bislang geht Nolda, der das Projekt „erfolgreich“ und „erhaltenswert“ nennt, für 2013 von einem Zuschuss von 160 000 Euro aus. In den weiteren Jahren ließe sich der Zuschuss sicher auf 80 000 Euro halbieren. (bal)

Archiv-Video: So funktioniert das Verleihsystem Konrad

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