Busverkehr bleibt eingeschränkt – Geselle äußert sich zu KVG

Straßenbahnen fahren nach Schneechaos in Kassel fast wieder normal

Straßenbahn im Schnee in Kassel
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Ab Dienstag läuft der Bahn-Verkehr wieder normal: Nach dem Schneechaos rollen zumindest die Straßenbahnen wieder durch Kassel.

Mehr als eine Woche nach dem starken Wintereinbruch sollen ab Dienstag in Kassel wieder die Straßenbahnen mit nur wenigen Ausnahmen fast überall fahren. Für Busse gilt das nicht.

Kassel - Bei den Buslinien werde der Regelbetrieb noch länger auf sich warten lassen, weil in kleineren Straßen oft nur eine Fahrspur befahrbar sei. Auch seien in den Wohnsiedlungen noch nicht alle Haltestellen ausreichend geräumt. Dies teilte die KVG am Montagabend mit.

Am Samstag hatte die KVG ihren Betrieb nach dem Winterchaos wieder aufgenommen. Bislang habe es dabei keine Probleme gegeben, so eine Sprecherin. Und weiter: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, um möglichst schnell wieder in den Normalbetrieb zurückkehren können.“ Welche Buslinien in den nächsten Schritten wieder aufgenommen werden können, darüber werde sobald wie möglich informiert.

Unterdessen wird in der Politik nicht nur die Kritik an der KVG lauter, sondern auch an Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD), der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des Verkehrsunternehmens ist. CDU-Fraktionschef Michael von Rüden forderte, dass „der Oberbürgermeister Verantwortung für dieses Desaster übernehmen muss“.

Geselle wies die Kritik zurück. In Kassel sei die Lage aufgrund des Eispanzers auf den Schienen spezieller als in anderen Städten gewesen, da dieser nur mechanisch habe entfernt werden können. Gleichwohl hätte er sich den Einsatz eines Bus-Notnetzes gewünscht, „wo ein solcher Betrieb möglich gewesen wäre“. Warum diese Lösung nicht umgesetzt wurde, ließ Geselle offen.

Die KVG stellte klar, dass sich bereits seit dem 5. Februar – also bereits kurz vor den heftigen Schneefällen – ein interner Krisenstab täglich getroffen habe. Eine Aufarbeitung der Lage werde noch erfolgen, so eine Sprecherin.

Unterdessen wurde bekannt, dass an der Endhaltestelle Druseltal noch immer eine Bahn wegen Eisbildung in den Schienen feststeckt.

Die Kasseler Feuerwehr warnt indes weiter davor, Eisflächen zu betreten. Trotz der deutlichen Minusgrade der vergangenen Woche seien viele Eisdecken zu dünn. Wer einbreche, begebe sich in Lebensgefahr. (Bastian Ludwig, Matthias Lohr, Katja Rudolph)

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