Tatort Westfalenbahn

Polizei erwischt Schwarzfahrer auf Zug-Toilette - plötzlich fängt der Mann an, seine Wäsche zu waschen

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Der Schwarzfahrer saß mit freiem Oberkörper in der Toilette der Westfalenbahn und wusch seine Wäsche im Handwaschbecken (Symbolbild).

In einem Zug im Bahnhof Hannover erwischt die Bundespolizei einen Schwarzfahrer auf frischer Tat. Plötzlich wäscht der Mann seine Wäsche.

  • Einsatz für Beamte der Bundespolizei in Hannover (Niedersachsen).
  • Sie erwischen einen Schwarzfahrer in einem Zug am Bahnhof Hannover
  • Der wäscht gerade seelenruhig seine Wäsche.

Hannover - Das war ein nicht ganz alltäglicher Einsatz für Beamte der Bundespolizei: Bei einer Kontrolle in einem Zug am Bahnhof Hannover erwischten sie einen Schwarzfahrer. So weit, so normal. Doch der versteckte sich nicht etwa auf der Zugtoilette - er war dort gerade dabei seine Wäsche zu waschen.

Bahnhof Hannover: Zugbegleiter entdeckt den Schwarzfahrer in der Toilette

Doch von vorne: Den Einsatz ausgelöst hatte ein Zugbegleiter. Der Mann war am Sonntagmorgen in der Westfalenbahn im Arbeitseinsatz. Die Bahn war von Braunschweig in Richtung Hannover unterwegs. Doch bei einem Rundgang durch den Zug, stieß der Mitarbeiter auf etwas Ungewöhnliches. Eine riesige Wasserlache, die sich von der Toilette bis in den Fahrgastraum verteilte.

Bahnhof Hannover: Schwarzfahrer hat im Handwaschbecken seine Kleidung gewaschen

Der verwunderte Zugbegleiter schaute im Toilettenraum nach und entdeckte dort einen Mann, der gerade dabei war seine Wäsche im Handwaschbecken einer gründlichen Reinigung zu unterziehen.

Als der Mitarbeiter den Fahrschein des Mannes kontrollieren wollte. Fehlanzeige. Ein Ticket hatte der Mann nicht. Auch hatte er kein Geld dabei, um den Fahrpreis im Nachhinein zu entrichten. Auf Nachfrage gab der Mann an, dass er Pole sei und gerade auf dem Weg in die Niederlanden.

Bahnhof Hannover: Selbst als die Bundespolizei an die Toilettentür klopfte - der Mann wäscht weiter

Der Mann ließ sich nicht weiter beirren und wusch seine Wäsche weiter. Der Zugbegleiter informierte daraufhin die Bundespolizei. Im Bahnhof Hannover klopften deshalb die Beamten an der Toilettentür. Dort saß der Mann mit freien Oberkörper und wusch seelenruhig seine Wäsche weiter.

Bahnhof Hannover: Der Schwarzfahrer muss mit auf die Wache

Die Beamten nahmen den Mann mit auf die Wache. Dort stellte sich heraus, dass er über keinen festen Wohnsitz verfügt. Die Beamten stellten eine Anzeige wegen Leistungserschleichung aus. Diese ist nicht seine erste, eine Überprüfung des Mannes ergab, dass er schon des Öfteren ohne Fahrschein in einem Zug in Richtung der niederländischen Grenze erwischt wurde.

Ob er seine Wäsche komplett reinigen konnte, ehe die Beamten ihn in Hannover aus dem Zug holten, und ob die Kleidung noch trocken wurde, ehe er die Wache wieder verlassen hat, hat die Polizei leider nicht mitgeteilt.

Nicht so glimpflich lief die Auseinandersetzung zwischen Schwarzfahrern und der Bundespolizei kürzlich am Bahnhof Kasel-Wilhelmshöhe ab. Die drei Männer waren am 29.01.2020 ohne gültigen Fahrschein erwischt worden und zeigten sich bei der Aufnahme der Personalien unkooperativ - später randalierten zwei der Männer noch auf der wache. Zwei Beamte wurden bei dem Einsatz verletzt.

Ein Schwarzfahrer, der am 11.12.2019 von Hannover in Richtung Süden unterwegs war, stellte sich bei einer Fahrkartenkontrolle schlafend. Das nützte ihm aber nichts. Bei der Kontrolle am Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe ging er dann auf einen Bundespolizisten los.

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