Orkan Niklas und seine Folgen

ICE im Bahnhof Wilhelmshöhe wurde zum Notquartier für Passagiere

Kassel. Der IC-Bahnhof Wilhelmshöhe ist wegen Sturm Niklas in der Nacht zu einem unfreiwilligen Zwischenstopp für Dutzende Bahnreisende geworden.

Nachdem der Bahnverkehr wegen Orkan Niklas in weiten Teilen des Landes eingestellt worden war, mussten die Passagiere in Kassel in einem bereitgestellten ICE übernachten. Sie wurden von Bahn, THW und Rotem Kreuz mit Decken und Getränken versorgt. Dieses Notquartier-Angebot wurde nach ersten Informationen von mehreren Dutzend gestrandeten Reisenden in Anspruch genommen. Der Zug war beleuchtet und beheizt, wie ein Bahnsprecher auf HNA-Anfrage mitteilte. Er sagte: "Natürlich ist jeder Bahnreisende verärgert, wenn er wegen Sturmtief Niklas strandet und in einem ICE übernachten muss. Aber ich denke, dass wir am Bahnhof Wilhelmshöhe das beste aus der Situation gemacht haben."  

Ein ähnliches Angebot mit improvisierten Hotelzügen wie in Kassel  gab es auch in Göttingen und in 18 weiteren Städten in Deutschland, in denen die Deutsche Bahn kurzfristig ICEs in Hotelzüge umgewandelt hat.

Dass die Bahn Reisenden einen Zug als Nachtquartier anbieten muss wie in der Nacht zu Mittwoch, ist die absolute Ausnahme. Auf Anfrage bestätigte der Bahnsprecher, dass es das letzte Mal 2007 bei Orkan Kyrill solche kurzzeitigen Hotel-Züge gegeben. (rpp) 

Alle aktuellen Informationen zu Orkan Niklas und seinen Auswirkungen im Raum Kassel auch auf Kassel Live.

Radio HNA: Interview mit einem Bahnsprecher

Rubriklistenbild: © HNA/Siemon

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