Bahnstreik in Nordhessen: 40 Regionalzüge fallen aus

Kassel. Die Gewerkschaft GDL setzt ihren Arbeitskampf gegen private Bahnunternehmen fort. Am Donnerstagmorgen sind die Lokführer für zwei Tage in den Ausstand getreten. In Nordhessen fallen etwa 40 Regionalzüge aus.

Die Verkehrsgesellschaft Cantus ist als einziges Bahnunternehmen in der Region betroffen. Die Züge der Deutschen Bahn und die Regiotrams werden nicht bestreikt. Die GDL-Mitglieder hatten ihre Arbeit am Donnerstag um 3 Uhr niedergelegt.

aktualisiert um 16.40 Uhr

Bis 12 Uhr fielen zehn Regionalzüge aus. Cantus rechnet mit drei Dutzend Ausfällen bis Donnerstagabend. „Dabei wird es aber vermutlich nicht bleiben“, sagt die Pressesprecherin Susanne von Weyhe am Nachmittag: „Es werden noch mehr Züge ausfallen.“ Cantus bemühe sich, vor allem die Hauptverbindungen von und nach Kassel aufrecht zu erhalten, auf denen die meisten Kunden unterwegs seien.

Die meisten Züge fallen auf den Linien R6 zwischen Bebra und Eisenach sowie R7 zwischen Göttingen und Bebra aus. „Die Auswirkungen sind deutlich stärker als an den vergangenen Streiktagen“, sagte Sabine Herms, Pressesprecherin des Nordhessischen Verkehrs-Verbunds (NVV). Wie der stellvertretende GDL-Bezirksvorsitzende Thomas Hupfeld mitteilte, seien elf Lokführer im Ausstand.

Die Zahl könne noch steigen: Seit Beginn des Arbeitskampfes seien der Gewerkschaft mehr als zehn Cantus-Lokführer beigetreten. Mit dem Streik will die GDL einen einheitlichen Tarifvertrag bei allen deutschen Bahngesellschaften durchsetzen.

 Passagiere können sich auf www.cantus-bahn.de sowie beim NVV-Service-Telefon, 01 80/2 34 01 80, über aktuelle Zugausfälle informieren (6 Cent aus dem Festnetz, Mobilfunkpreise maximal 42 Cent pro Minute). (mcj)

Rubriklistenbild: © dpa

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