Ortsbeirat Forstfeld bekräftigt Beschluss zur Namensgebung für den Häschenplatz

Bald gibt es den Koch-Platz

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Der Häschenplatz (Bild) an der Ecke Ochshäuser Straße/Forstbachweg im Stadtteil Forstfeld soll nach dem SPD-Politiker Wilhelm Koch benannt werden. Die Namensgebung für den Dorfplatz ist im Stadtteil seit Monaten umstritten.

Forstfeld. Der Dorfplatz an der Ecke Ochshäuser Straße/ Forstbachweg soll nach dem SPD-Politiker Wilhelm Koch benannt werden. Diesen Beschluss vom Februar dieses Jahres hat der Ortsbeirat Forstfeld in seiner jüngsten Sitzung bekräftigt.

Auch der Kasseler Magistrat hat sich dafür ausgesprochen, die öffentliche Fläche, die im Volksmund wegen der dort aufgestellten Kaninchen-Skulpturen Häschenplatz heißt, nach dem früheren Stadtverordneten und Landtagsabgeordneten Wilhelm Koch zu benennen.

Vorausgegangen war dem jüngsten Beschluss eine teils emotional geführte Diskussion. Dass der 1977 gestorbene Politiker aus Forstfeld eine Ehrung verdient hat, darüber waren sich alle Ortsbeiratsmitglieder einig. Ob jedoch ausgerechnet der Häschenplatz die geeignete Stelle dafür ist, darüber gab es verschiedene Auffassungen.

Während die aus SPD und Grüne bestehende Mehrheit im Stadtteilparlament für den Magistratsvorschlag stimmte, votierten CDU und der aus der SPD ausgetretene, parteilose Dr. Marc Urlen dagegen. Aus Sicht der CDU ist die Benennung des Platzes keine Ehre für Wilhelm Koch, da der Platz im Volksmund auch weiter Häschenplatz heißen werde. Vielmehr sollte das Haus Forstbachweg nach Wilhelm Koch benannt werden, zumal es einen direkten Bezug zwischen Wilhelm Koch und dem Haus gebe. „Das geht nicht, weil das Haus der GWG gehört“, erklärte Esther Kalveram (SPD).

Wilhelm Koch

Dr. Marc Urlen verwies auf einen Ortsbeiratsbeschluss aus dem Jahr 2008. Demnach hatte das Gremium vor fünf Jahren bereits einstimmig beschlossen, dass der Platz an der Ochshäuser Straße/Ecke Forstbachweg offiziell Häschenplatz heißen sollte. Umgesetzt wurde dieser Beschluss jedoch nie. „Beschlüsse sind gültig, auch wenn sich niemand darum kümmert“, betonte Urlen. Esther Kalveram widersprach: „Der Ortsbeirat darf Beschlüsse aufheben, die ein früherer Ortsbeirat beschlossen hat, und das werden wir auch tun.“

CDU und Urlen argumentierten weiter, dass sich 160 Bürger aus dem Stadtteil auf einer Unterschriftenliste gegen die Benennung ausgesprochen hätten. Diese Unterschriften müsse der Ortsbeirat ernst nehmen.

„In Forstfeld leben 6742 Menschen“, sagte Sascha Gröling von der SPD, „160 haben dagegen unterschrieben, davon sind 39 nicht mal in Forstfeld wohnhaft, das entspricht unter dem Strich gerade mal zwei Prozent der Bevölkerung.“ Zudem habe der Ortsbeirat das Recht, Plätze zu benennen.

Auf dem Schild soll stehen: Wilhelm-Koch-Platz, Wilhelm Koch, 1922-1977, Stadtverordneter und Landtagsabgeordneter.

Von Sebastian Schaffner

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