Paarung in der Dämmerung

Bald ist Schluss mit dem Gebrumme: Flugsaison der Junikäfer endet

Junikäfer auf einer Rosenblüte: Durch das warme und trockene Wetter der vergangenen Wochen haben die Käfer ihren Reifeprozess besser überstanden als üblich. Foto: dpa

Kassel. Er brummt laut, fliegt scheinbar ziellos umher und stört den Feierabend: Der Junikäfer, verwandt mit dem Maikäfer, fliegt jetzt verstärkt in der Dämmerung umher.

Das warme und trockene Wetter in Hessen kam dem Reifeprozess der mehrjährigen Käfer entgegen, vermutet Dr. Kai Füldner, Leiter des Naturkundemuseums. „Während sie reifen, müssen sie erst mal fressen, bevor sie fliegen können.“ Diese Phase haben die Käfer in diesem Jahr vermutlich gut überstanden. Ob in diesem Jahr aber besonders viele Käfer fliegen, kann Füldner nicht genau sagen. Wie gut sich die Käfer vermehren, hänge auch von anderen Faktoren ab. Auch das vergangene Jahr spiele eine Rolle. Die Käfer leben im Schnitt zwei Jahre.

Die meiste Zeit verbringen die Insekten als Larve in der Erde. Erst am Ende ihres Lebens fliegen sie los, um sich in der Dämmerung zu paaren. Wegen ihrer unkontrollierten Flugweise werden sie auch „Torkelkäfer“ genannt.

Fürchten muss man die Brummer allerdings nicht, sagt Rainer Michalski vom Naturschutzbund Hessen. Sie beißen oder stechen nicht und sind auch für die Natur keine große Gefahr. Füldner: „Der Maikäfer ist viel schlimmer. Er frisst wesentlich mehr.“

„Den“ Junikäfer gibt es allerdings nicht, erklärt Füldner: „Das sind mehrere Arten, die so bezeichnet werden.“ Gemein ist den Insekten, dass sie vorrangig Mitte Juni bis Anfang Juli fliegen.

„Das wird die nächsten Tage also vorbei sein“, sagt Füldner, denn dann sterben die Junikäfer. (bdi)

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