Viele Infektionen im Vorderen Westen

Bald schon weitere Impfstellen - Besuchsverbot am Kasseler Klinikum

Termin-Transparenz am Lyceumsplatz: Protex-Mitarbeiter Leon Bettenhausen gibt Wartemarken aus.
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Termin-Transparenz am Lyceumsplatz: Protex-Mitarbeiter Leon Bettenhausen gibt Wartemarken aus.

Seit Mittwoch ist die dritte städtische Impfstelle in Kassel am Lyceumsplatz eröffnet worden. Der Standort ist speziell für die Impfung von älteren Menschen eingerichtet worden.

Wie ist das neue Impf-Angebot speziell für Menschen ab 60 Jahre am Lyceumsplatz gestartet?

Schon in den ersten Stunden wurde die Impfmöglichkeit für ältere und mobilitätsbeschränkte Menschen rege in Anspruch genommen. Bei einer Tageskapazität von 280 Impfungen hatten sich von 10 Uhr bis zum Mittag bereits über 200 Menschen am Eingang eine Wartemarke geholt – verbunden mit der auf 10 bis 15 Minuten genauen Auskunft, wann sie an der Reihe sein werden. „Wir haben bisher nur positiven Zuspruch bekommen, weil die Menschen nicht in der Kälte warten müssen“, sagte Leon Bettenhausen vom Sicherheitsdienst Protex, der mit einem Kollegen die Marken ausgab. Vor der Tür reihte sich jeweils nur eine Handvoll Wartende ein, bis Mittag hatten die zwei Impfärzte schon etwa 100 Personen mit einem Piks versorgt.

Plant die Stadt, weitere Stellen zu eröffnen?

Weitere Impfstellen im Stadtgebiet sollen noch vor Weihnachten in Betrieb genommen werden, bestätigte ein Stadtsprecher. Die Nachfrage nach dem mobilen Impfangebot bleibe weiter hoch.

Wird der Impfbus bald wieder eingesetzt werden?

Das Personal des Impfbusses wird aktuell zur Unterstützung der drei zentralen Impfstellen und der mobilen Teams, die in Kasseler Senioren- und Pflegeeinrichtungen impfen, eingesetzt, heißt es von der Stadt. Man versuche, den Impfbus noch im Dezember wieder einzusetzen. Ein Einsatz von Schulen sei aktuell nicht vorgesehen.

Wie sehen die Infiziertenzahlen in den Stadtteilen aus?

Besonders viele neue Coronafälle gibt es wie bereits in der vergangenen Woche im Vorderen Westen (52). Auch in Wehlheiden (40), Bad Wilhelmshöhe (37) und Fasanenhof (34) sind die Zahlen der Neuinfizierten besonders hoch.

Wie hat sich die Inzidenz in Stadt und Kreis entwickelt?

Die Inzidenz in der Stadt Kassel liegt bei 249,2 und hat sich seit einigen Tagen auf einen Wert grob zwischen 250 und 260 eingependelt. Die Inzidenz im Landkreis ist gesunken und liegt bei 208,4 (225,3). 63 Infizierte werden in Stadt und Kreis in Kliniken behandelt, 17 davon auf der Intensivstation.

Im Klinikum gilt ab Freitag ein Besuchsverbot. Gibt es Ausnahmen?

Ja. Im Kreißsaal ist eine Begleitperson zugelassen. Beide Personen werden PCR-getestet. Auf die Neugeborenenstation darf ein Besucher mit negativem PCR-Test. Die Besuchszeiten sind täglich von 16 bis 18 Uhr. In der Kinderklinik kann eine Begleitperson mit aufgenommen werden und wird mit Schnelltests sowie einem zusätzlichen PCR-Test getestet. Berechtigte Besuchspersonen (maximal eine Person) erhalten eine Besuchserlaubnis, die für den Aufenthalt des Kindes gilt. Darüber hinaus benötigen diese Besucher einen aktuellen Antigen-Schnelltest, wenn sie geimpft oder genesen sind, sonst einen PCR-Test. In der Klinik für Neonatologie sind beide Elternteile erlaubt. Ein PCR-Test alle 48 Stunden ist verpflichtend. Onkologische Patienten dürfen nach sieben Tagen stationären Aufenthaltes in begründeten Fällen täglich Besuch erhalten. Für diese Personen gilt die 2G-plus-Regelung. Besuche für palliative Patienten sowie akute Notfallsituationen werden individuell abgestimmt. (Kathrin Meyer und Axel Schwarz)

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