Eröffnung nach Ostern

Wieder Leben: Biomarkt zieht ins ehemalige Rewe am Bebelplatz

Neuanfang: Stephan Bracht vom gleichnamigen Reformhaus am Bebelplatz freut sich schon auf den Umzug in die ehemaligen Rewe-Räume nebenan, wo ein Biomarkt entsteht. Foto: Fischer

Kassel. Der Leerstand hat ein Ende: Im ehemaligen Rewe-Laden am Bebelplatz eröffnet ein Biomarkt. Das benachbarte Reformhaus Bracht zieht in die 450 Quadratmeter großen Geschäftsräume, die seit dem Umzug des Rewe-Marktes in den Neubau an der Friedrich-Ebert-Straße/Ecke Gabelsbergerstraße leer standen.

Zwölf bis 14 Mitarbeiter

Ursula Bracht und ihr Sohn Stephan werden dort eine Auswahl ihres Reformhaus-Sortiments und den Biomarkt mit Bistro führen. Das Kosmetikstudio wird ebenfalls in die neuen Räume umziehen. Nach Angaben von Ursula Bracht werden zwölf bis 14 Mitarbeiter in dem Inhaber geführten Biomarkt tätig sein. Für die frei werdende Ladenfläche des Reformhauses werde ein Nachmieter gesucht.

Mieter ist die Dennree Naturkost Handels GmbH, ein Unternehmen aus der Biobranche. Dennree beliefert Bioläden und -märkte, betreibt unter dem Namen Denn’s auch 70 eigene Märkte. Im Stadtteil hatte der Rückzug von Rewe für Wirbel gesorgt. Der Mietvertrag für die Geschäftsräume lief noch bis Ende 2012, gekündigt hatte Rewe zum Zeitpunkt des Auszugs nicht. Die Kündigungsfrist betrug nach Auskunft des Eigentümers, des Lohfeldener Unternehmens Krieger + Schramm, ein Jahr. Ortsbeirat und Interessengemeinschaft Bebelplatz befürchteten einen langen Leerstand und eine Schwächung des Bebelplatzes.

Der Leerstand hat nun bald ein Ende. Nach Ostern soll der Biomarkt eröffnen. „Ich bin froh, dass das geklappt hat“, sagt Matthias Krieger (Krieger + Schramm). Das Unternehmen hatte die Ladenfläche bundesweit für einen Biomarkt ausgeschrieben und schließlich mit Dennree einen Vertrag über 15 Jahre geschlossen. „Dennree sieht das auch als Chance“, sagt Krieger.

Zurzeit würden die mit Nebenräumen 700 Quadratmeter großen Geschäftsräume umgebaut. „Das kostet richtig Geld“, sagt der Eigentümer. Die Kosten würden zum Teil von Krieger + Schramm, aber auch von Dennree getragen. Mit Rewe habe man Ende 2011 einen Aufhebungsvertrag geschlossen. Mit dem Umzug des Reformhauses wird die 150 Quadratmeter große Ladenfläche im Nachbargebäude frei.

„Uns ist wichtig, dass wir wieder einen Anziehungspunkt an der Ecke haben“, sagt Ortsvorsteher Wolfgang Rudolph (SPD). Man habe versucht mitzuhelfen, „damit das auch klappt“.

Im Vorderen Westen müsse man sich auch keine Sorgen über den Bestand des Biomarktes machen. Er denke auch nicht, sagt Rudolph, dass die beiden Bioläden im Stadtteil - Primavera an der Friedrich-Ebert-Straße und Schmanddippen am Goethestern - unter dem Biomarkt leiden. „Ich glaube nicht, dass die sich weh tun.“

Von Ellen Schwaab

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