Achtes Kunstrasenspielfeld in Kassel wird in Harleshausen eröffnet

Der Sand macht’s: Zu den letzten Arbeiten, die auf dem neuen Kunstrasenspielfeld Daspel unweit des Harleshäuser Schwimmbads erledigt werden, gehört das Einarbeiten von Quarzsand. Unser Foto zeigt Gerhard Griesing (links) vom städtischen Sportamt und Frank Adenbeck von der ausführenden Firma Riede. Foto: Herzog

Kassel. Bald kann in Harleshausen endlich der Ball rollen. Die Arbeiten am Kunstrasenspielfeld auf dem Sportplatz Daspel liegen in den letzten Zügen.

„Wir befinden uns auf der Zielgeraden“, sagt Gerhard Griesing vom Kasseler Sportamt. Für den 14. November ist die Eröffnung geplant. Facharbeiter sind zurzeit noch mit dem Auftragen des Bodenbelags aus 180 Tonnen Quarzsand beschäftigt. Der wird in die Oberfläche eingearbeitet.

Kunstrasen ist eine Art Kunststoffteppich, der in seiner Beschaffenheit und seinem Aussehen einem Naturrasen nahe kommt. Gewöhnlich wird er auf Sportplätzen, vor allem für Feldhockey und Fußball, verwendet.

In Kassel gibt es bereits sieben Kunstrasenspielfelder: zwei im Nordstadtstadion und je eines an den Waldauer Wiesen und auf dem Sportplatz Schulstraße. Die Sportanlage Auepark verfügt über ein Kunstrasenspielfeld sowie ein Kunstrasenhockeyspielfeld. Ein Kleinspielfeld aus Kunstrasen gibt es auf der Sportanlage Lindenberg. Die Anlage Sportplatz Daspel, unweit des Harleshäuser Schwimmbads, ist jetzt das achte Kunstrasenfeld im Stadtgebiet. Kosten: 790.000 Euro. Das Kunstrasenfeld am Auepark hat nach Angaben Griesings über eine Million Euro gekostet. Statt Quarzsand besteht der Bodenbelag dort aus Granulat, was dem Naturrasen-Gefühl besonders nahekommen soll.

„Mit Kunstrasenspielfeldern werden den Kasseler Fußballvereinen optimale Trainings- und Spielbedingungen geboten, da der Oberbelag Kunststoff nahezu unbeschränkt bespielbar ist“, sagt Griesing. Lediglich bei Eisbildung müssen die Spielfelder wegen Unfallgefahr für die Nutzer gesperrt werden. Länger als fünf Tage war im vergangenen Jahr kein einziges Kunstrasensportfeld in Kassel gesperrt. Dagegen müssten Naturrasenspielfelder insbesondere in den Winterhalbjahren bei schlechten Witterungsverhältnissen für den Trainings- und Spielbetrieb gesperrt werden, da ansonsten „irreparable Schäden an den Spielfeldern entstehen“.

Im Investitionsprogramm zum Haushalt 2011 ist der Bau weiterer Kunstrasenspielfelder vorgesehen. Für das Jahr 2012 sollen sie auf den Sportanlagen Hinter den drei Brücken und Nordshausen realisiert werden. Im Jahr 2013 stehen die Sportanlagen Hegelsberg, Scharnhorststraße und Jahnkampfbahn an. Im Jahr 2014 soll schließlich ein Feld auf der Sportanlage Wolfsanger folgen.

Stadtverordneter Boris Mijatovic (Grüne) wollte während der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses wissen, wie viele Anträge für weitere Kunstrasenspielfelder vorliegen. Es gebe einen Antrag der Sportvereinigung Olympia 1914, wonach auch ein Spielfeld auf der Sportanlage am Donarbrunnen in ein Kunstrasenspielfeld umgebaut werden soll, sagte Stadtrat Dr. Jürgen Barthel.

Von Christina Hein

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