MHK saniert Gebäude am Schloss Wilhelmshöhe

Ballhaus wird zu Baustelle - Sanierung kostet 5,4 Millionen Euro

Hinterm Zaun wird alles neu: Das Ballhaus wird mit Geld aus dem Landesinvestitionsprogramm für den Bergpark erneuert. In zwei Jahren soll es für die Öffentlichkeit wieder zugänglich sein. Foto: Malmus

Bad Wilhelmshöhe. Der Zaun unweit des Schlosses Wilhelmshöhe deutet schon darauf hin: Am Ballhaus tut sich etwas. Die Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) renoviert das Gebäude in den kommenden zwei Jahren grundlegend.

Voraussichtlich bis zum Frühjahr 2016 bleibe das Ballhaus für Besucher geschlossen, sagte Micha Röhring, Planungsbeauftragter bei der MHK für große Investitionen. Die Renovierungsarbeiten seien sehr aufwendig, deswegen „geht es nur mit einer kompletten Schließung“. Aber danach könne das Gebäude besichtigt und auch für Veranstaltungen gemietet werden.

Lexikonwissen:

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Allein die Restaurierung des prachtvollen Ballsaales werde knapp ein Jahr in Anspruch nehmen. Die komplette Decke mit vielen Wandmalereien müsse von Hand renoviert werden. Wegen der großen Fläche werde das für einen Restaurator sehr aufwendig. Zudem soll die Haustechnik im Gebäude erneuert werden. Dazu gehören eine leistungsfähigere Klimaanlage und eine bessere Raumakustik.

Laut Röhring kalkuliert die MHK mit Kosten von etwa 5,4 Millionen Euro. Das Geld stamme aus dem 200 Millionen Euro schweren Landesinvestitionsprogramm für den Bergpark. Ursprünglich sollte die Sanierung einmal etwas über drei Millionen Euro kosten.

Von außen ist von den Arbeiten am Ballhaus noch nicht allzu viel zu sehen. Nur der wenig ansehnliche Bauzaun fällt auf. „Den werden wir noch etwas aufhübschen“, versprach Röhring. Über Einzelheiten der Bauarbeiten will die MHK in den kommenden Wochen informieren.

Die Sanierung des Ballhauses ist schon lange ein Thema bei der MHK. Vor etwa sechs Jahren durchkreuzte der weiche Untergrund die preisgekrönten Pläne des Berliner Büros Volker Staab Architekten. Danach war vorgesehen, dass Einrichtungen wie Garderoben, Toiletten, Lager und Catering unter die Erde verlegt werden sollten.

Doch nachdem Experten Probebohrungen genommen hatten, stellte sich heraus, dass sich die ursprünglich anvisierten Kosten von drei Millionen Euro in etwa verdoppelt hätten. (clm)

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