Bare Münze und Sonderbriefmarke für die Grimms

Gleiches Vorbild: Die Büste nach einer Zeichnung von Ludwig Emil Grimm steht im Palais Bellevue, dem Grimm-Museum. Archivfoto: Malmus

Kassel. Die Sammler von Münzen und Briefmarken müssen sich noch eine Weile gedulden. Dienstag wurde die Sonderbriefmarke und die 10-Euro-Gedenkmünze zu Ehren der Brüder Grimm erstmals öffentlich präsentiert.

Doch erst am Donnerstag, 14. Juni, beginnt der Verkauf. Ganz Deutschland feiert den 200. Jahrestag eines Stücks Weltliteratur. Ende 2012 kam der erste Band der ersten Auflage der Kinder- und Hausmärchen heraus. Die sind mittlerweile in 170 Sprachen übersetzt und in aller Welt bekannt. Dr. Werner Neusel, Präsident der Brüder-Grimm-Gesellschaft mit Sitz in Kassel, zitierte die berühmten Germanisten und Märchensammler. Hier in Kassel hätten sie die fruchtbarsten Jahre ihres Schaffens verbracht. Hier haben sie sich von Dorothea Viehmann und anderen die heute berühmten Märchen erzählen lassen.

Ab 14. Juni im Handel: Die 10-Euro-Münzen zu Ehren der Brüder Grimm. Foto: Schachtschneider

Im Palais Bellevue (Schöne Aussicht) wird die von den Grimms mit Anmerkungen versehene Handausgabe der Kinder- und Hausmärchen aus dem Jahr 1812 ausgestellt. Der seit 2005 zum Weltdokumentenerbe zählende Band diente als Vorlage für die Briefmarke, die von der Grafikdesignerin Barbara Dimanski (Halle) gestaltet wurde. Sie hat Scherenschnittfiguren verwendet, die unter anderem die Bremer Stadtmusikanten, Frau Holle und Aschenputtel zeigen.

Vorlage für das Doppelporträt auf der 10-Euro-Münze ist eine Radierung von Ludwig Emil Grimm. Für die Gestaltung war der Berliner Kunstprofessor Christian Höpfner verantwortlich. Der Münzrand hat eine Prägung mit der Inschrift: „Und wenn sie nicht gestorben sind ...“ Münze und Briefmarken stellte Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk vor. Er bezeichnete die Märchen als einen der erfolgreichsten deutschen Kulturexporte aller Zeiten.

Von Thomas Siemon

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