Über 30 000 Euro teurer Umbau des Ziegenbrunnens ist fast fertig – Nach HNA-Artikel besserte Stadt den Zugang nach

Barriere gesenkt: Platz über Stufe zugänglich

Wasserfreuden: Ortsvorsteherin Elisabeth König hat mir ihrer Enkelin Jule (2) den neuen Ziegenbrunnen-Platz besucht. Jule ist vor allem vom Wasser begeistert, das über den Platz fließt. Foto: Ludwig

Kirchditmold. Seit Dienstag sprudelt das Wasser aus der Quelle über die Pflastersteine: Das Umwelt- und Gartenamt hat die Umgestaltung des Ziegenbrunnen-Platzes an der Brunnenstraße in Kirchditmold abgeschlossen. Über 30 000 Euro investierten der Ortsbeirat und Sponsoren in die Aufwertung des lange Zeit brach liegenden Kleinods. Bei den Umbauarbeiten wurde zunächst versäumt, den erhöhten Brunnenplatz für gehbehinderte Menschen zugänglich zu halten (HNA berichtete). Nun wurde nachgebessert.

Der Platz liegt 40 Zentimeter über dem Niveau der angrenzenden Brunnenstraße. Eine Schwelle aus Steinquadern am Rand des Platzes hatte Anwohner bereits während der Umbauarbeiten verunsichert. Eine Trittstufe, die zunächst nicht geplant war, wurde nun nachgerüstet. Aus Sicht von Ortsvorsteherin Elisabeth König (Grüne) hätte es noch eine zweite Stufe sein dürfen, um den Zugang für gehbehinderte Menschen noch weiter zu erleichtern. Das Umwelt- und Gartenamt habe diesen Wunsch aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht erfüllen können.

König macht aber auch klar: „Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator können nicht auf den Platz fahren.“ Dies sei aus topografischen Gründen aber auch vor dem Umbau nicht möglich gewesen. Unterhalb des Platzes seien unter einer Linde aber zwei Sitzgelegenheiten geschaffen worden, die barrierefrei seien.

Skulpturen fehlen noch

Trotz dieses Nachteils hält König den Platz für gelungen. „Er war ja völlig in Vergessenheit geraten.“ Nun fehlten nur noch die zwei Ziegen-Skulpturen, die den Platz schmücken sollen. Dazu fehle noch die Einwilligung des Kunstbeirates der Stadt, der wieder nach den Sommerferien tage. Für die Sanierung hat allein der Ortsbeirat 19 000 Euro bereit gestellt, weiteres Geld – insbesondere für die Skulpturen – kam von Sponsoren.

Um die historische Quelle, die wohl seit dem 6. Jahrhundert genutzt wird, hat sich der Ort Kirchditmold seinerzeit entwickelt.

Von Bastian Ludwig

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