Kassels Kämmerer schlägt Aus für die Bäder in Bad Wilhelmshöhe und Harleshausen vor

Barthel: Zwei Kasseler Freibäder schließen, eins neu bauen

Kassel. Mit dieser Idee wird Kämmerer Jürgen Barthel für Debatten in Kassel sorgen: Er schlägt vor, die Freibäder in Bad Wilhelmshöhe und Harleshausen zu schließen. Als Ersatz solle ein Freibad auf dem Gelände des Straßenbahn-Betriebshofes unterhalb des Bergparks gebaut werden.

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Nach einer Untersuchung in Wilhelmshöhe hatte Barthel jedoch vorgeschlagen, das dortige Bad neu zu bauen - die Sanierung sei zu teuer. Seine neue Idee geht jetzt darüber hinaus: „Angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Situation überprüfen Unternehmen ihre Investitionspläne. Das sollten wir als Stadt ebenfalls machen, auch vor dem Hintergrund unseres hohen Schuldenstandes“.

Für die Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH kommt der Vorschlag, den Betriebshof aus Wilhelmshöhe zu verlegen, nicht überraschend: „Es ist klar, dass wir dort investieren müssten“, sagt Vorstand Norbert Witte. Die Anlagen seien veraltet und nicht an den Betrieb moderner Trams angepasst. Deshalb werde unter anderem eine Zusammenlegung der Betriebshöfe in Wilhelmshöhe und an der Sandershäuser Straße geprüft. „Da stehen wir aber noch ganz am Anfang der Überlegungen“, sagt Witte.

Da er auch für den Betrieb der Bäder mitverantwortlich ist, bewertet Witte die Idee Barthels auch aus einer anderen Perspektive: „Natürlich ist es deutlich günstiger, ein Freibad zu betreiben statt zwei. Aber die Entscheidung darüber trifft die Politik, nicht wir.“ (hai)

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Rubriklistenbild: © Koch

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