2014 gab es Anträge für 518 Wohnungen und Einfamilienhäuser

Bau-Boom in Kassel: Volumen hat sich mehr als verdreifacht

Kassel. Der Bau von Mehr- und Einfamilienhäuser hat in Kassel enorm zugelegt: Wurden 2007 noch 165 Häuser und Wohnungen mit Bauanträgen angekündigt, waren es 2014 bereits 518.

Damit hat sich das Bauvolumen mehr als verdreifacht. Bis 2021 sollen etwa 2300 Wohnungen fertiggestellt werden. Entsprechende Projekte seien von Privatinvestoren und der Stadt in Planung, so Stadtplanungsleiters Volker Mohr. Fast alle beantragten Bauvorhaben würden in der Regel umgesetzt.

Der Großteil der Bauprojekte befindet sich aktuell in den Stadtteilen Bad Wilhelmshöhe, Wehlheiden, Vorderer Westen und Harleshausen. Aber auch in Kirchditmold, Brasselsberg und Niederzwehren wird viel investiert. Die 360 Neubauwohnungen und Einfamilienhäuser, die 2014 bezugsfertig wurden und auf Bauanträge der Vorjahre zurückgingen, befinden sich vor allem in diesen Stadtteilen.

Seit einigen Jahren beobachten die Stadtplaner zudem ein verändertes Bauverhalten: „Es gibt einen Rückgang beim Bau von Einfamilienhäusern und eine Tendenz zu Mehrfamilienhäusern, die von Investoren erstellt werden“, sagt Mohr. Da zuletzt vor allem für ein zahlungskräftiges Klientel so genannte Stadtvillen errichten wurden, will die Stadt ein stärkeres Augenmerk auf den sozialen Wohnungsbau legen. Insofern unterstütze die Stadt die Pläne der GWH, in Helleböhn 250 Sozialwohnungen zu bauen.

Die Stadt will zudem neues Bauland ausweisen. Das ist dringend nötig, denn der Bedarf übersteigt das Angebot bei Weitem. Auf der Warteliste für Bauland stehen 959 Bewerber. Allein 2015 sind bisher 308 Bewerbungen bei der Stadt eingegangen, die nur noch begrenzt über Flächen auf der grünen Wiese verfügt. Deshalb ist eine dichtere Bebauung nötig. Wegen der steigenden Flüchtlingszahlen ist die Stadt auch damit beschäftigt, die Stadt systematisch auf Freiflächen zu untersuchen.

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