Bauarbeiten auf dem Altmarkt: Das große Chaos blieb aus

Kassel. Das befürchtete Verkehrschaos blieb aus: Die Warnschilder, die das Straßenverkehrsamt wegen der Bauarbeiten am Altmarkt bereits in der vergangenen Woche großräumig im Stadtgebiet aufgestellt hatte, und die Information der Öffentlichkeit über die Medien haben Wirkung gezeigt.

Viele Autofahrer machten am Montag einen Bogen um den Altmarkt. Staus ließen sich aber nicht ganz vermeiden.

Vor allem auf dem Steinweg und auf der Brüderstraße standen die Autos zeitweise dicht an dicht. Auch auf der Kurt-Schumacher-Straße wurde es in Stoßzeiten eng.

Dass sich die Beeinträchtigungen in Grenzen hielten, dafür sorgte die Verkehrsführung im Umfeld des Altmarkts mit Fahrbahnsperrungen auf dem großen Kreisel (Platz der Deutschen Einheit). Autofahrer wurden auf die B 83 und die Hafenbrücke gelenkt, wo es deutlich mehr und zähen Verkehr gab.

Seit Montag tauscht die Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) auf dem Altmarkt die Gleise aus. Busse und Trams fahren aber weiterhin. Die Gleisarbeiten werden bis zum 9. Mai dauern. Sie sind Auftakt für den Umbau der vielbefahrenen Kreuzung, der Ende Juni/Anfang Juli beginnt und sich bis zum Jahresende hinziehen wird. Dabei werden ebenerdige Fußgängerüberwege geschaffen und die Unterführungen zugeschüttet.

Lesen Sie auch:

-Gleisarbeiten starten: Altmarkt wird zum Engpass

-Kassel: Altmarkt-Kreuzung vor dem Umbau - Im Sommer Behinderungen

Autofahrer mussten bereits am Montagmorgen teilweise viel Geduld mitbringen. Auf der Brüderstraße und dem Steinweg staute sich der Verkehr bis zum Staatstheater. Trotz der Absperrung in Höhe des Renthofs und der Baken auf der Fahrbahn wollten einige Autofahrer geradeaus über die Kreuzung fahren, was nicht möglich ist, scherten plötzlich nach rechts aus oder wendeten auf der Brüderstraße. Dabei kam es zu brenzligen Situationen.

Am Nachmittag gab es auch einen Unfall auf der Weserstraße. Eine Autofahrerin wollte wenden und übersah dabei eine Straßenbahn der Linie 3. Bei dem Zusammenstoß wurde die Frau laut KVG leicht verletzt.

Polizei und KVG raten zu erhöhter Aufmerksamkeit. Auch auf der Kurt-Schumacher-Straße gab es zeitweise lange Autoschlangen. Dort und auf der Fuldabrücke kam es vor allem durch die eingerichteten Wendemöglichkeiten zu Problemen. Ansonsten hielten sich die Beeinträchtigungen in Grenzen. Der Bus- und Straßenverkehr lief weitgehend normal. Bei der Leitstelle seien keine Meldungen über Störungen eingegangen, sagte KVG-Pressesprecherin Heidi Hamdad. „Das ging erstaunlich gut“, meldete auch Polizeisprecherin Sabine Knöll. Trotz des Schulanfangs nach den Osterferien sei es nicht zu größeren Problemen gekommen.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.