Bauarbeiten am Herkules - 70 Tonnen Mörtel für das Fundament

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Zwei Baustellen auf einen Blick: Am Unterbau des Herkules, dem Oktogon, wird in den nächsten beiden Jahren ebenso gearbeitet wie an den Wasserläufen der Kaskaden. Auf dem Foto ist Willi Brill von der Bauleitung zu sehen.

Kassel. Der Herkules hat kräftig zugelegt. Stolze 70 Tonnen ist er in den vergangenen Monaten schwerer geworden. Mit 70.000 Litern Mörtel haben die Bauleute das Fundament stabilisiert.

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Zur Geschichte der Wasserspiele

„Wir mussten jede Menge Hohlraum ausfüllen“, sagt Thomas Täschner vom Hessischen Baumangement. Das Material steckt in einem der vier Vorsprünge im Oktogon. Die drei anderen Vorsprünge - die Fachleute nennen sie Resaliten - waren bereits vor 200 Jahren zusammengebrochen und mussten mit einer neuen Konstruktion wieder aufgebaut werden.

Auch deshalb wird heute jede Veränderung am Herkules genau überprüft. „An der Pyramide und am Oktogon haben wir zahlreiche Messpunkte angebracht“, sagt Projektleiter Täschner. Wenn sich die mächtigen Mauern auch nur wenige Millimeter verschieben, kann man das jetzt mit Messinstrumenten feststellen.

Videos: So funktionieren die Wasserspiele

Teil 1: Der geheimnisvolle Weg des Wassers

Teil 2: Alles hängt an sechs Schiebern

Teil 3: In der dunklen alten Zeche liegt der Ursprung

Dass der Herkules stabiler geworden ist, sieht man ihm nicht an. Wer etwas genauer hinschaut, erkennt aber, dass zahlreiche Tuffsteine am Oktogon erneuert wurden. An großen Teilen der Fassade sind die Risse und Löcher verschwunden. Hunderte von Steinen wurden ersetzt. Aus dem Steinbruch am Kuhberg muss mindestens noch einmal Nachschub abgebaut werden.

Bilder vom Herkules

Bauarbeiten am Herkules-Fundament

Im Sommer 2013 werden der Herkules und die Wasserspiele noch mehr als sonst in den Blickpunkt rücken. Dann entscheidet sich, ob der Bergpark zum Weltkulturerbe geadelt wird. Fest steht, dass die Bauarbeiten bis dahin noch nicht abgeschlossen sein werden.

Zwei Baustellen auf einen Blick: Am Unterbau des Herkules, dem Oktogon, wird in den nächsten beiden Jahren ebenso gearbeitet wie an den Wasserläufen der Kaskaden. Auf dem Foto ist Willi Brill von der Bauleitung zu sehen.

Das gilt sowohl für den Herkules als auch für die Sanierung der Wasserläufe. „Mit den Arbeiten im oberen Teil werden wir bis zum Jahresende fertig, dann geht es aber weiter“, sagt Jörg Weniger, der die Arbeiten für das Hessische Baumanagement leitet. Bis Ende 2014 werde man auf jeden Fall noch zu tun haben. Von der Vexierwassergrotte und dem Riesenkopfbecken bis hinunter zur Plutogrotte werde man sich vorarbeiten. Für die Sanierung der Kaskaden bleiben den Bauleuten nur zwei Monate im Jahr. Frostfrei muss es sein, außerdem ist die Wasserspielsaison tabu. Bei entsprechender Witterung bleiben da nur April, Oktober und vielleicht noch ein paar Tage im November.

Mittwoch Saisonabschluss

Am Mittwoch, 3. Oktober, sind die Wasserspiele zum letzten Mal in dieser Saison zu sehen. Beginn ist um 14.30 Uhr, um 15.45 Uhr steigt die große Fontäne empor. Trotz der Bauarbeiten wird man auch im kommenden Jahr neben den Kaskaden heruntergehen und so dem Lauf des Wassers folgen können. „Wir werden die Mauern am Rand der Kaskaden mit Gerüsten sichern“, sagt Jörg Weniger.

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