Arbeiten am Stadtmuseum liegen im Zeitplan

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Seit Januar Baustelle: Das Stadtmuseum am Ständeplatz wird saniert und erweitert. Die Bauarbeiten sollen Ende 2013 beendet sein.

Kassel. Erst machten Feuchtigkeit und fehlende Fundamente am Stadtmuseum den Planern zu schaffen, nun sind es die Decken im Erdgeschoss. Sie spannen sich nicht so, wie sie sollten. Um sie zu stützen, müssen neue Träger eingezogen werden.

Hans-Joachim Neukäter, Chef des Hochbauamtes, macht das schlechte Baumaterial nach dem Krieg dafür verantwortlich.

Ein großes Problem ist das nicht. Die Decke im 1950er-Jahre-Design wird auch nach der Sanierung das Entree des historischen Museumsgebäudes am Ständeplatz zieren, das für 9,3 Millionen Euro ausgebaut und saniert wird. Die Decke wird gesichert und wieder eingesetzt. Nach Anfangsschwierigkeiten macht auch der Neubau auf der Westseite des Gebäudes Fortschritte. „Wir sind relativ weit“, sagt Neukäter. Das Fundament des Turms liegt, der Aufzugsschacht ist betoniert. Das Wasser im Boden, das die Schäden am Fundament des Altbaus verursachte, ist im Griff. Eine Drainage und wasserundurchlässiger Beton halten es künftig in Schach. Die Schäden an Fundament und Fugen werden behoben. Sie werden Stück für Stück aufgesägt und abgedichtet.

Eine Herausforderung sind die engen Platzverhältnisse, die kaum Raum für Baufahrzeuge und Material bieten. Ein 36 Meter hoher Kran mit einem 40 Meter langen Ausleger muss alles über das Gebäude auf die Baustelle hieven.

Der Baufortschritt am Kasseler Stadtmuseum

Weitere Einschränkungen gibt es, weil die Zufahrtswege für die Sparda-Bank als rückseitigen Nachbarn und die Landeszentralbank nebenan zu bestimmten Zeiten völlig frei bleiben müssen, unter anderem wegen der regelmäßigen Geldtransporte. Genaue Zeitangaben gibt es laut Neukäter aus Sicherheitsgründen stets nur kurzfristig. Das bedeute auch, dass der Container schnell wegmuss. „Das muss nur eingespielt sein“, sagt Neukäter.

Da auch für den Kran kaum Platz ist, steht er auf dem Sockel für den Aufzugsschacht. Drumherum wächst der Neubau aus der acht Meter tiefen Baugrube empor. Ende des Jahres soll der Rohbau stehen. Mit dem Erweiterungsbau mit Depots, Kellerräumen und Werkstätten entstehen 600 Quadratmeter mehr. Im entkernten Altbau wurden Schadstoffe aus den Decken entfernt. Für den geplanten Vortragsraum wird der Fußboden im Untergeschoss tiefer gelegt, um eine angenehme Raumhöhe zu schaffen.

Museumsleiterin Dr. Cornelia Dörr freut sich schon darauf, das Museum ab 2013 peu à peu wieder zu bestücken.

Von Ellen Schwaab

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