Neue Galerie: Außenarbeiten weitgehend abgeschlossen - Eröffnung im Herbst 2011

Das Baugerüst ist weg

Vom Gerüst befreit: In das Gebäude der Neuen Galerie werden demnächst die Fensterscheiben eingesetzt. Auf unserem Foto gut zu sehen ist das neue Oberlicht. Die Innenarbeiten sind bereits angelaufen.

Kassel. Über ein Jahr lang stand es an der Schönen Aussicht. Jetzt ist das imposante Baugerüst abgebaut. Die Außenarbeiten an der Neuen Galerie sind weitgehend abgeschlossen.

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Das erneuerte Kupferdach mit Klimadecke hat jetzt ein ausgeklügeltes Oberlicht-System. Es sorgt künftig dafür, dass in das Gebäude gleichmäßiges Licht, aber keine Wärme hineingelangt. Die denkmalgeschützte Sandsteinfassade ist in den oberen Stockwerken vollständig restauriert und gereinigt worden. Es folgen noch Verfugungsarbeiten im Bereich des Sockels, sagt Architekt Per Pedersen vom federführenden Büro Volker Staab (Berlin). Bereits montiert seien auch die Rahmen für die Fenster. „Übernächste Woche kann das Glas eingesetzt werden.“

Die Hülle des Ende des 19. Jahrhunderts nach dem Vorbild der Alten Pinakothek in München gebauten Ausstellungshauses sei damit so gut wie geschlossen, sagt Dr. Micha Röhring, der bei der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) für die Museumsentwicklung zuständig ist. Im Krieg war die Neue Galerie stark beschädigt und anschließend schnell wieder aufgebaut worden.

Röhring: „Jetzt wird es spannend.“ Die großen Veränderungen geschehen im Inneren. Dort soll es eine großzügigere Raumaufteilung geben. Übersichtlichkeit und gute Orientierungsmöglichkeiten stehen bei der Gestaltung an erster Stelle. Schon jetzt ist erkennbar, dass ein Besuch der Neuen Galerie in Zukunft ein völlig neues Raumerlebnis bedeutet. In Anlehnung an die historischen Baupläne werden im Eingangsbereich, wo ein großzügiges Entree die Besucher empfängt, Treppen ins Ober- und Untergeschoss gebaut. Auf der Seite zur Karlsaue entsteht eine Wandelhalle mit Blick auf den Park. Große Bedeutung hat die Installation einer neuen Museumstechnik.

Der Winter hat Zeit gekostet

Mit dem Innenausbau und dem Einbau der Haustechnik sei bereits begonnen worden. Ebenso mit den Putz- und Trockenarbeiten. Im neuen Jahr werden neuen Türen eingesetzt und der Boden gemacht. „Dann sind wir weitgehend durch“, sagt Pedersen. Zu Verzögerungen der Arbeiten hatte der zurückliegende lange Winter geführt. Unter anderem waren Betonwerke geschlossen, sodass auf der Baustelle der Nachschub fehlte. Außerdem sind aufgrund der Konjunkturprogramme und des großen Bedarfs an Bauarbeitern für einige Arbeiten nur schwer Fachfirmen zu bekommen. „Das hat uns bereits Zeit gekostet“, sagt Gisbert Rieckmann vom Hessischen Baumanagement.

Trotz aller Widrigkeiten liege man im Plan, sagt Pedersen. Die Bauleute hätten den Zeitverlust zum großen Teil wieder wettgemacht. Bei den Kosten bleibe man ebenfalls im Rahmen. Die Sanierung und der Ausbau des Museums sind mit 19 Millionen Euro veranschlagt. Im Herbst 2011 soll die Galerie an der Schönen Aussicht wieder bespielbar sein. Weitere Informationen: http://regiowiki.hna.de/Kassel

Von Christina Hein

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