Elisabeth-Krankenhaus: Geschäftsführer wechselt in Ruhestand

Geht in den Ruhestand: Albin Zimmermann war fast 25 Jahre Geschäftsführer des Elisabeth-Krankenhauses Kassel. Foto: Konrad

Kassel. 24 Jahre und zehn Monate war Albin Zimmermann Geschäftsführer des Elisabeth-Krankenhauses Kassel. Unter seiner Leitung hat das Krankenhaus ein komplett neues Gesicht bekommen und wurde grundlegend modernisiert.

Am Donnerstag wird der 61-Jährige, der in Rotenburg an der Fulda aufgewachsen ist und lebt, in den Ruhestand verabschiedet. „Wir alle sind das Krankenhaus“ steht auf einer roten Plakette, die an der Schreibtischlampe in seinem Büro hängt. Nach diesem Leitspruch hat er das Krankenhaus geführt. „Für mich stand der Mensch stets im Mittelpunkt“, sagt er. Besonders stolz sei er darauf, dass auch die Mitarbeiter diesen Leitgedanken mitgetragen haben. Sein schwerster Arbeitstag wird sein letzter am Freitag sein. Dann verabschiedet er sich persönlich von allen Mitarbeitern – und gibt seine Schlüssel ab. Als er dies erzählt, zittert seine Stimme.

Drei Jahre, nachdem er die Leitung des Elisabeth-Krankenhauses angetreten hatte, wurde es in eine gemeinnützige Gesellschaft (gGmbH) umgewandelt und Zimmermann deren Geschäftsführer. Unter seiner Leitung wurden 1997 ein neues Bettenhaus und eine neue Intensivstation gebaut. Auch das alte Bettenhaus wurde Schritt für Schritt modernisiert. Das war der Beginn für eine grundlegende Umgestaltung. Dazu gehören ein Dachlandeplatz für Rettungshubschrauber, die Sanierung der vier Stationen im Altbau, der Bau eines Ärztehauses mit verschiedenen Praxen, ein Multifunktionsgebäude und die Einrichtung eines Herzkatheterlabors. Im Januar dieses Jahres wurde die neue zentrale Notaufnahme eröffnet. Auch die Weichenstellung für die Erweiterung der Intensivstation fällt noch in seine Dienstzeit.

„Alle Umbauten mussten während des laufenden Krankenhausbetriebs erfolgen“, sagt er. Das sei die größte Herausforderung gewesen. Zimmermann: „Ich kann mich beruhigt verabschieden, das Krankenhaus ist gut aufgestellt.“

Reisen, Lesen, Angeln, Theaterbesuche, soziales Engagement, Gartenarbeit - all das hat er sich jetzt vorgenommen. Vor allem will der zweifache Vater Zeit mit seiner Familie verbringen, sich seiner zweijährigen Enkelin widmen. „Auf keinen Fall werde ich mehr nach einem Terminplan leben“, sagt er.

Ein Nachfolger ist noch nicht in Sicht. Vorerst wird Dr. Gregor Zehle, Geschäftsführer der neu gegründeten Holding des Krankenhausträgers, die Geschäftsführung des Elisabeth-Krankenhauses kommissarisch übernehmen.

HINTERGRUND

Von Mirko Konrad

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