Land gibt grünes Licht für Neugestaltung der viel befahrenen Loßbergstraße

Viel befahrene Loßbergstraße: Umgestaltung ab Frühjahr

Soll sicherer werden: Über die Loßbergstraße in Kirchditmold rollen täglich fast 25 000 Fahrzeuge. Im nächsten Jahr soll die Verbindungsachse zwischen der Innenstadt, Bad Wilhelmshöhe sowie Kirchditmold und Harleshausen umgebaut werden. Foto: Herzog

Kassel. Es ist ein ständiges Ärgernis: Doch die Überlastung der Loßbergstraße in Kirchditmold, in der sich in Stoßzeiten regelmäßig Staus bilden, soll bald der Vergangenheit angehören. Dem Umbau der viel befahrenen Verbindung von Harleshausen und Kirchditmold in die Innenstadt und nach Bad Wilhelmshöhe steht so gut wie nichts mehr im Weg.

Das Land hat nun grünes Licht für die Umgestaltung der Verbindungsachse gegeben, die wegen der Sperrung der Tulpenallee in diesen Tagen noch stärker als sonst belastet ist. Die Arbeiten sollen im Frühjahr 2012 beginnen. Die Planer rechnen mit einer anderthalbjährigen Bauzeit.

Pläne werden offengelegt

Eigentlich sollte der Umbau noch in diesem Jahr beginnen. „Wir hatten gehofft, wir kriegen das früher hin“, sagt Uwe Bischoff, Leiter der Abteilung Straßenbau im Kasseler Amt für Straßenverkehr und Tiefbau. Der Bauantrag sei sehr früh eingereicht worden. Auf die Verfahrensabläufe habe die Stadt aber keinen Einfluss.

Eine kleine formale Hürde gibt es noch: Nach der Offenlegung der Planungsunterlagen können noch vier Wochen lang Einwendungen geben das Vorhaben erhoben werden. Die Pläne für den Umbau liegen vom 12. bis 26. September im Straßenverkehrsamt im Hölkeschen Haus an der Friedrichsstraße aus. „Wir gehen aber davon aus, dass keine großen Einsprüche kommen“, sagt Bischoff. „Die meisten haben großes Interesse daran, dass der Umbau kommt.“

Der soll auch mehr Sicherheit bringen. Auf dem schmalen Fußweg an der Loßbergstraße war 2005 ein vierjähriges Kind von einem Kleintransporter überfahren worden. Drei Menschen wurden schwer verletzt.

Am Tag rollen 28 400 Fahrzeuge über die Loßbergstraße - ohne den Zusatzverkehr durch die Sperrung der Tulpen- und Rasenallee. Ein eigener Linksabbieger auf die Zentgrafenstraße und eine zweite Spur für den Geradeausverkehr zur Heßbergstraße in Richtung Bahnhof Wilhelmshöhe sollen für Entlastung sorgen. Radwege werden die Straße auch für Radfahrer sicherer machen. In Höhe Bruchstraße ist ein Fußgängerüberweg geplant. Ein drei Meter breiter Baumstreifen in der Straßenmitte wird die Fahrtrichtungen trennen.

Um Platz für den Ausbau zu schaffen, wurden bereits Gebäude abgerissen und eine neue Trafostation an der Schanzenstraße errichtet.

Der Umbau ist inzwischen mit rund fünf Millionen Euro veranschlagt. Die Kosten, die zuletzt mit 4,7 Millionen Euro kalkuliert waren, sollen noch einmal überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Bis Ende des Jahres stehen laut Bischoff noch Fördermittel des Landes in Höhe von 3,4 Millionen Euro in Aussicht. 1,1 Millionen Euro trägt die Stadt Kassel, die Eigentümer werden mit 200 000 Euro an den Umbaukosten beteiligt. 537 000 Euro sind für Lärmschutz und Entschädigungen vorgesehen.

Anspruch auf Lärmschutz

Die Anwohner der Loßbergstraße haben Anspruch auf Lärmschutz, die Grenzwerte werden bereits heute überschritten. Die Eigentümer sollen selbst entscheiden können, ob sie vor oder unmittelbar nach dem Umbau Schallschutzfenster, Rollläden und Lüfter einsetzen wollen.

Archivfoto: nh

Von Ellen Schwaab

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