Ortsbeirat West und Städtische Werke wollten früh informieren - Bürger aufgebracht über offene Fragen

Baustart für Hochbehälter 2010

west. Viele Fragen sind noch offen. Trotzdem wollten Städtische Werke und der Ortsbeirat West die Bürger frühzeitig informieren - über den geplanten Bau des neuen Trinkwasserbehälters Kratzenberg im Tannenwäldchen. „Lieber etwas früher, damit vor allem die Anwohner rechtzeitig wissen, was hier passieren soll“, sagte Ortsvorsteher Wolfgang Rudolph (SPD).

Eugen Rittmeyer von den Städtischen Werken erläuterte das Projekt mit Andrea Tanner und Winfried Pfeiffer. Dafür, dass er eben noch nicht alle Fragen beantworten konnte, erntete er harsche Kritik - obwohl er zuvor ausdrücklich erklärt hatte, dass noch nicht alles geklärt sei.

Im Visier der Bürger: die Planung der Baustraßen. Warum sie noch nicht feststehe, ob Parkplätze wegfielen, wie die Werke die Anlieger vor Schmutz und Lärm schützen wollten. Rittmeyer erklärte, man stimme sich derzeit mit dem Umwelt- und Gartenamt und der Stadt ab. Sie sei Eigentümerin des Grundstücks, das an den derzeitigen Standort des Hochbehälters grenzt.

Die drei Kammern des 80 Jahre alten Behälters seien marode, undicht und einsturzgefährdet. Würden sie zum Beispiel brechen, käme es zur Überflutung. Außerdem drohe eine Verkeimung des Wassers.

Bis zu vier Millionen Euro wollen die Werke investieren und einen neuen Hochbehälter bauen lassen, über den vom Standort Tannenwäldchen aus ein Viertel der Kasseler Bevölkerung mit Trinkwasser versorgt wird. Der neue Behälter in Spannbetonbauweise soll neben dem alten errichtet werden. Jetzt ist dort ein Spielplatz.

5000 Kubikmeter fasst er mit zwei Kammern, 2500 Kubikmeter der alte mit drei Kammern. Er muss während der Neubauphase stehen bleiben.

Jetzt stehe noch ein Bodengrundgutachten aus, zwei Varianten für den Standort würden geprüft und die Ausgleichsmaßnahmen geplant, sagte Rittmeyer.

Baubeginn könnte im Sommer 2010 sein, 2013 könnten die Arbeiten, einschließlich Abriss des alten Hochbehälters, beendet sein.

Der Ortsbeirat nahm das Vorhaben zur Kenntnis. Er regt an, den neuen Behälter soweit wie möglich nach Norden zu setzen.

Von Sabine Oschmann

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