Ortsbeirat fordert Nachbesserungen für Fußgänger am Kirchplatz

Baustelle in der Unterneustadt sorgt für Probleme

Kassel. Es ist eng im Stadtteil. Gleich drei Baustellen gibt es derzeit am Unterneustädter Kirchplatz. Durch die Bauarbeiten für das neue Alten- und Pflegeheim am Holzmarkt wurde das Ohr am Unterneustädter Kirchplatz komplett für den Verkehr gesperrt.

Wer in das Hafenviertel hineinfahren möchte, muss nun einen Umweg über den Kreisel fahren.

Der Platz wird für Baucontainer, Bagger und Material als Abstellfläche benutzt. Auch an der benachbarten Bettenhäuser Straße gibt es zwei Baustellen, die zu Straßenverengungen, einem höheren Verkehrsaufkommen und einem Halteverbot tagsüber führen, das eventuell auch auf die Abend- und Nachtstunden ausgeweitet werden soll.

Monika Büthe, zuständig für die Verkehrssicherung von Baustellen beim Amt für Straßenverkehr und Tiefbau, hat sich in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats den Fragen der Anwohner gestellt. „Es gibt keine andere Möglichkeit die Verkehrsführung so zu organisieren, als sie jetzt ist“, sagte Büthe. Natürlich lösten starke Verkehrsbehinderungen immer auch Emotionen aus, besonders wenn eine Straße von heute auf morgen gesperrt werde, wie es beim Unterneustädter Kirchplatz war, räumte sie ein.

Ein Anwohner berichtete, dass sowohl an der Maulbeerplantage als auch an der Sternstraße regelmäßig Baufirmen ihre Fahrzeuge abstellten, obwohl dies dort nicht erlaubt ist. Das führe zu Behinderungen für Fußgänger, aber auch die Grundstücksinhaber könnten ihre Ausfahrten oft nicht verlassen, da diese zugeparkt seien. Büthe versprach dort mehr Kontrollen durch das Ordnungsamt vornehmen zu lassen.

Das Ende der Straßensperrungen ist allerdings noch lange nicht in Sicht. Gerhard Reißmann, Geschäftsführer der Sozialgruppe Kassel, wies auf das Bauende im März 2013 hin. „Ich glaube aber nicht, dass es bis zum Schluss nötig ist, die Sperrungen aufrecht zu erhalten“, sagte er. Auch Ortsvorsteher Joachim Schleißing von den Grünen wusste keine andere Lösung für den Unterneustädter Kirchplatz. „So wie es jetzt ist, kommt es der Baustelle zugute und wenn dadurch die Arbeiten schneller fertig werden, ist das doch auch in unserem Sinne“, sagte der Ortsvorsteher.

Dennoch wünscht sich Schleißing einen konkreten Zeitplan, damit die Anwohner wissen, was sie wann vor ihrer Haustür zu erwarten haben. „Es ist eine Extremsituation, aber wir müssen mit den Hindernissen leben. Im Grunde freue ich mich, dass die Grundstücke gekauft wurden und jetzt auch bebaut werden“, sagte er.

Dennoch forderte der Ortsbeirat das Straßenverkehrsamt zu Nachbesserungen auf: Besonders vor dem QVC-Gebäude müsse Platz für einen Fußgängerweg geschaffen werden. Der ist im Moment dicht, weil ein Bauzaun auf den Weg ragt. (pmn)

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