Mitarbeiter ziehen vorübergehend um

Bauarbeiten: Katholisches Kolpinghaus in Kasseler Innenstadt ab Mitte Juli geschlossen

Ehemaliges Restaurant wird Beratungsstelle: Frank Zuschlag und Ali Sher von der Kaufunger Firma Bode Holzbau ziehen Zwischenwände in den großen Raum ein, der künftig von der Caritas genutzt wird.
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Ehemaliges Restaurant wird Beratungsstelle: Frank Zuschlag und Ali Sher von der Kaufunger Firma Bode Holzbau ziehen Zwischenwände in den großen Raum ein, der künftig von der Caritas genutzt wird.

Im Kolpinghaus in der Kasseler Innenstadt werden Kisten gepackt: Wegen Bauarbeiten müssen alle Mitarbeiter der katholischen Einrichtungen im Haus vorübergehend umziehen.

Kassel – Der Eingangsbereich des Kolpinghauses sieht derzeit wüst aus: Unter der Decke liegen Kabel und Leitungen frei, neben einem Kreuz im Foyer türmen sich Baumaterialien. Auch nebenan in der ehemaligen Gaststätte „Zum Ritter“ sind Handwerker zugange. Das zentrale Gebäude der katholischen Kirche und ihrer Einrichtungen steuert auf den Höhe- und Endpunkt umfangreicher Sanierungsarbeiten zu.

Ab Mitte Juli werden deshalb alle Einrichtungen im Haus vorübergehend ausquartiert.

In dem 40 Jahre alten Gebäude werden Lüftungs-, Heizungs- und Elektroleitungen erneuert sowie der Brandschutz auf den aktuellen Stand gebracht. Zudem werden die bisherigen Räume des Restaurants umgebaut. Die 300 Quadratmeter sollen künftig zusätzlich von der Caritas genutzt werden. Dort wird sich die Beratungsstelle für Migranten erweitern.

Auch wenn die Kirche kleiner wird: Die Arbeit der katholischen Sozialverbände und der Bildungseinrichtungen ist stark nachgefragt. Neben der Caritas befinden sich im Kolpinghaus der Sozialdienst katholischer Frauen, die Ehe-, Familien- und Lebensberatung sowie die Familienbildungsstätte und das Bildungsforum St. Michael. 45 Mitarbeiter haben ihre Büros im Haus, künftig werden es über 60 sein. Vor der Coronazeit gingen täglich einige Hundert Menschen ein und aus. Sie werden nach Abschluss der Arbeiten vermutlich kaum einen Unterschied bemerken. „Vieles, was wir bauen, sieht man nicht“, sagt Christof Moldenhauer, Verwaltungsleiter des Regionalhauses Adolph Kolping. Vor allem die Haustechnik wird erneuert: „Wir sind teilweise noch auf dem Stand der 80er-Jahre“, sagt Moldenhauer.

Ab 2007 war das Haus bereits sieben Jahre lang für 4,2 Millionen Euro umfangreich umgebaut und modernisiert worden. Damals wurden unter anderem die Computer- und Telefonleitungen erneuert. Nun sind Lüftung, Heizung und Elektrik dran. Im April mussten sich die 45 Mitarbeiter im Kolpinghaus deshalb vorübergehend warm anziehen: Die alte Heizung war bereits abgestellt, doch das Frühjahr kälter als erwartet. Nicht nur, weil für die Erneuerung der Lüftungskanäle alle Flure gesperrt werden müssen, sondern auch, weil wegen der Arbeiten an der Kabelage im Eingangsbereich der Fluchtweg versperrt ist, wird das Haus ab 12. Juli geschlossen. Nur die Buchhandlung St. Elisabeth bleibt über einen Seiteneingang von der Straße Die Freiheit geöffnet.

Nahezu alle Einrichtungen im Kolpinghaus ziehen vorübergehend in das Gebäude des Volksbunds für Kriegsgräberfürsorge an der Werner-Hilpert-Str. 2. Einzige Ausnahme: Die Ehe-, Familien- und Lebensberatung, die in die Wolfhager Str. 431 ausweicht (Supervisionspraxis Bernd Schaller). Die Erreichbarkeit per Telefon und E-Mail bleibt unverändert. (Von Katja Rudolph)

Baustelle: Das Kolpinghaus an der Freiheit/Ecke Mittelgasse

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