Großvater gründete den Betrieb

Bauunternehmer Volker Emmeluth wird 75

Erfolgreicher Bauunternehmer: Volker Emmeluth wird heute 75. Unser Foto zeigt ihn auf dem künftigen Gelände des Kasseler Fraunhofer-Instituts Iwes. Foto: Koch

Kassel. Volker Emmeluth ist ein Mann der klaren Worte. Keiner, der umständlich und schwülstig daherkommt. Was der erfolgreiche Kasseler Bauunternehmer zu sagen hat, bringt er schnell und ohne Umschweife auf den Punkt. Am heutigen Freitag wird der Seniorchef der gleichnamigen mittelständischen Baugruppe 75.

Seine Offenheit, seine verbindliche Art, seine Zuverlässigkeit und seine Hemdsärmeligkeit sind es, die Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner gleichermaßen an ihm schätzen.

Vierte Generation

1974 hat Emmeluth das Geschäft von seinem Vater Konrad übernommen, den alle Kurt nannten. Und der wiederum hatte es von dessen Vater, also vom Opa des heutigen Seniorchefs, der ebenfalls Konrad hieß. Mit Kai und Hagen Emmeluth sitzt seit Jahren bereits die vierte Generation in der Geschäftsführung des 1905 in Körle (Schwalm-Eder-Kreis) gegründeten und 1953 nach Kassel umgesiedelten Unternehmens, das im kommenden Jahr 110-Jähriges feiert.

Volker Emmeluth, der den elterlichen Betrieb mit sicherer Hand durch mehrere Baukrisen gesteuert und zu seiner heutigen Größe geführt hat, erklärt seinen Erfolg nicht nur mit der breiten Palette im gewerblichen und industriellen Hochbau, im Kanal-, Wasser- und Gasleitungsbau sowie bei Erschließungsarbeiten – regional und bundesweit. „Gegenseitiger Respekt und Vertrauen sind in unserer Branche unabdingbar“, nennt der Bauingenieur weitere wichtige Gründe für den langen Bestand seines Betriebs. Zahlenarbeit allein reiche nicht, man müsse auch die Menschen im Blick haben: Kunden, Geschäftspartner und natürlich Mitarbeiter. Letztere achtet er besonders. „Sie sind das Rückgrat der Firma“, sagt Emmeluth, der seinen Leuten stets mit Respekt begegnet und mit festem Handschlag begrüßt. Viele von ihnen arbeiten bereits in zweiter, manche sogar in dritter Generation bei Emmeluth. Und auch für die privaten Probleme hat der Chef stets ein offenes Ohr. Das geht so weit, dass er bei finanziellen Engpässen schon mal aushilft.

Aber Emmeluth ist keiner, der nur die Arbeit sieht. Der naturverbundene Genussmensch geht leidenschaftlich gern zur Jagd, macht mit Freuden lange Radtouren, liebt ausgedehnte Wanderungen an der See und in den Bergen und erfreut sich an seinen beiden Söhnen, an den Töchtern Ilka und Anja und den mittlerweile sieben Enkelkindern.

Unterdessen laufen die Geschäfte gut. Die gut 200 Mitarbeiter (davon 14 Azubis) bringen es auf 20 bis 22 Millionen Euro Bauvolumen im Jahr, und die Referenzliste wächst stetig. Die Kasseler Bauprofis haben zahlreiche SMA-Gebäude hochgezogen, darunter das repräsentative und innovative Hauptwerk in Kassel und das Service-Zentrum auf dem Sandershäuser Berg, arbeiten für B. Braun und ganzjährig für Volkswagen, haben das Dez erweitert, Teile des Elisabeth-Krankenhauses und das fünfgeschossige Peek & Cloppenburg-Geschäftshaus in Kassel errichtet und vieles mehr.

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