Kommentar zum Lehrerstreik: Beamte abschaffen

Für einige Tausend Schüler fiel am Dienstag der Unterricht aus, weil ihre beamtete Lehrer in einen eintägigen Warnstreik getreten waren. Dazu ein Kommentar von Frank Thonicke.

Beamter zu sein, ist ein Privileg. Eine risikolose Beschäftigung bis zur Pensionierung, keine Beiträge für die Arbeitslosenversicherung, in die Rentenversicherung müssen sie nichts einzahlen. Und nach dem Arbeitsleben gibt es eine Pension, von der normale Rentner nur träumen können.

Dafür verlangt der Staat von seinen Beamten Loyalität. Sie dürfen nicht streiken – und taten es trotzdem wie gestern 250 Kasseler Lehrer.

In den Lehrerzimmern gibt es inzwischen eine Zweiklassengesellschaft von verbeamteten und angestellten Lehrern. Und es gibt keine Hinweise darauf, dass die Beamten die besseren Lehrer sind.

Die Beamten stehen auf der Sonnenseite des öffentlichen Dienstes, der generell noch immer von Gleichmacherei geprägt ist: Wer faul ist, verdient genauso viel wie der Fleißige.

Dabei könnte eine Lösung einfach sein: Die Verbeamtung abschaffen, die Lehrer nach Leistung bezahlen. Doch das wird wohl nie geschehen: Gewerkschaften und Beamtenlobby werden das verhindern.

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