Maskottchen Edgar hat so große Augen wie Eddie the Eagle

Die Beatles in Kassel: So wirbt ein Zebrastreifen für Fußgänger

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Kopie: Georg Förster vom Straßenbauamt (von links), Verkehrsdezernent Dirk Stochla, Claudia Kiso und Norbert Krause vom Umweltbundesamt sowie Maskottchen Edgar beim Überqueren der Wilhelmshöher Allee an der Rolandstraße.

Fußgänger stehen im Mittelpunkt der Europäischen Mobilitätswoche. Die Stadt Kassel wirbt nun mit einer lustigen Hommage an die Beatles für mehr Sicherheit.

Ganz Kassel radelt in diesen Tagen oder geht zu Fuß. Diesen Eindruck hat man mittlerweile bei fast jeder neuen Pressemitteilung aus dem Rathaus. Entweder wird für die Aktion „Kassel radelt“ an diesem Sonntag getrommelt, oder es wird auf die Europäische Mobilitätswoche aufmerksam gemacht, bei der es ums Gehen geht.

Passend dazu hat die Presseabteilung der Stadt nun ein Foto verschickt, das an ein legendäres Cover der Beatles erinnert. Wie die Fab Four gehen Verkehrsdezernent Dirk Stochla, Georg Förster vom Straßenbauamt sowie zwei Mitarbeiter des Bundesumweltamts über einen Zebrastreifen auf der Wilhelmshöher Allee.

Wie die Beatles in Kassel: Mehr Sicherheit für Fußgänger

Angeführt werden sie von Maskottchen Edgar, das für die Mobilitätswoche der Europäischen Kommission wirbt. Es hat so große Augen wie der britische Skispringer Eddie the Eagle, der in den 80er-Jahren halb blind die Schanzen hinuntersauste und überlebte, was ein kleines Wunder war.

Die Botschaft dahinter lautet: Gehen macht Spaß. Sicher ist das aber nur, wenn alle aufeinander Rücksicht nehmen. Also auch Radler, die möglichst nicht als blindwütige Geisterradler unterwegs sein sollten. Dazu gab es eine eigene Pressemitteilung.

Die Kasseler Zebrastreifen-Kopie ist fast so gut wie das Original. Um die Kult-Szene aus dem Jahr 1969 nachzustellen, musste die Stadt nicht einmal einen Radweg wegretuschieren. Es gibt an dieser Stelle auf der Wilhelmshöher Allee keinen – übrigens ebenso wenig wie an der Abbey Road heute.

Die Beatles auf der Abbey Road: Verschwörung um Paul McCartney

Während die Radinfrastruktur in beiden Fällen also zeitlos unangemessen ist, ist die Musik der Beatles zeitlos schön. Daran konnten auch krude Verschwörungstheorien nichts ändern, nach der Bassist Paul McCartney gar nicht auf dem Foto zu sehen ist. Demnach starb er bereits drei Jahre zuvor bei einem Verkehrsunfall. Er soll mit dem Auto bei Rot über eine Kreuzung gefahren sein – und dabei natürlich auch nicht auf Fußgänger geachtet haben.

Anschließend, so die Theorie, wurde er vom Band-Management durch einen Doppelgänger ersetzt. Angeblicher Beweis: Auf dem „Abbey Road“-Cover hat McCartney als einziger Beatle keine Schuhe an.

Auf der Kasseler Kopie scheint hingegen alles mit rechten Dingen zuzugehen. Weder Maskottchen Edgar noch die Verkehrsexperten Stochla und Förster sind barfuß unterwegs.

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