Herkules-Racing-Team der Uni Kassel startet mit neuem Rennwagen in die Saison

Beflügelt in die Top Ten

Gehen viermal an den Start: Das Herkules-Racing-Team der Uni Kassel misst sich in Silverstone, Hockenheim, Györ und Varano de Melegari mit der internationalen Konkurrenz. Foto: Schaffner

Kassel. Mit einem neuen Rennwagen und viel Optimismus fährt das Herkules-Racing-Team der Uni Kassel in die neue Formula-Student-Saison. Nach zwei Platzierungen unter den zehn Besten im vergangenen Jahr wollen die Kasseler Studenten mit einem speziellen Aerodynamik-Paket an die Erfolge der Vorsaison anknüpfen.

„Unser Ziel sind die Top Ten“, sagt Teamleiterin Maren Bennefeld, „damit würden wir die Platzierungen aus 2013 bestätigen.“ Die 28-jährige Wirtschaftsstudentin hat jetzt mit ihrem Team den neuen Boliden im Gießhaus am Holländischen Platz vorgestellt. An der Entwicklung des Rennwagens waren in den vergangenen neun Monaten rund 50 Studenten aus unterschiedlichen Fachbereichen beteiligt.

Herzstück des inzwischen vierten Formula-Student-Autos aus Kassel ist ein Suzuki-Motorradmotor mit 600 Kubikzentimetern Hubraum und 79 PS. Bei der Beschleunigung auf Tempo 100 vergehen keine vier Sekunden, die Spitzengeschwindigkeit liegt bei Tempo 130.

Um den Luftwiderstand zu verringern, haben die Nachwuchstüftler ihr 210 Kilogramm leichtes Rennauto mit einem Diffusor, Heck- und Frontflügel ausgestattet. Der Diffusor sorgt im Unterbodenbereich für eine verbesserte Druckverteilung, Heck- und Frontflügel erzeugen zusätzlichen Anpressdruck für eine bessere Bodenhaftung.

Erstes Rennen in Silverstone

In zwei Wochen muss sich der Wagen erstmals beweisen. Dann reist das Herkules-Racing-Team nach England und tritt in Silverstone gegen die internationale Konkurrenz an. Im Vorjahr fuhren die Kasseler auf der legendären Rennstrecke mit Rang neun ihr bislang bestes Ergebnis ein. In Györ (Ungarn) schafften sie es auf Platz zehn, im österreichischen Spielberg auf den elften Rang.

„Aktuell liegen wir auf Weltranglistenplatz 38 von 500“, sagt Maren Bennefeld. Zum Vergleich: Als das Team im Jahr 2011 erstmals an den Start ging, rangierte es auf Platz 354. Der damalige Teamleiter Jacob Glück erinnert sich: „Unser Ziel bestand damals lediglich darin, ein funktionierendes Auto zu bauen.“ Deshalb könne man die rasante Entwicklung gar nicht hoch genug einschätzen, sagt der 27-Jährige, der heute Doktorand an der Uni Kassel ist.

Neben Silverstone (9. bis 13. Juli) geht das Herkules-Racing-Team in Hockenheim (28. Juli bis 3. August), Györ (21. bis 24. August) und im italienischen Varano de Melegari (29. August bis 1. September) an den Start. www.herkulesracing.de

Von Katja Rudolph

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