Stadt hat 150 Interviewer für Volkszählung Zensus 2011 beisammen - Im Landkreis wird noch gesucht

Volkszählung Zensus 2011: Befragte müssen Auskunft geben

Das Kasseler Vorbereitungsteam: Corinna Kranert (links) und Sabine Ruhland, die einen Fragebogen in der Hand hält, leiten die Zensus 2011-Erhebungsstelle im Rathaus. Foto: Herzog

Kassel. Während in der Stadt Kassel für die benötigten 150 Interviewer für die Volkszählung Zensus 2011 bereits gefunden sind, ist man im Kreis noch auf der Suche.

„Wir brauchen mindestens 400 Befrager, haben aber erst 215“, sagt Harald Kühlborn, Pressesprecher des Landkreises. Man hoffe, dass sich in den nächsten Tagen noch Interviewer melden. „Ansonsten“, so Kühlborn müssen die Mitarbeiter aus der Verwaltung ran.“

Die vom 9. Mai bis 31. Juli stattfindende Volkszählung wird in allen Ländern der Europäischen Union durchgeführt. Für Kassel wird sie im Zensus-Büro im Rathaus von Corinna Kranert und Sabine Ruhland organisiert. Leiterin der Erhebungsstelle im Landratsamt ist Nadine Koch. 10 500 Personen werden im Kasseler Stadtgebiet, 33 900 im Kreis befragt. Die Haushalte, 5000 in der Stadt, 16 900 im Kreis, wurden vom Statistischen Landesamt ausgewählt. „Es handelt sich um eine Stichprobenerhebung, nicht, wie in den 80er-Jahren, um eine Tür-zu-Tür-Befragung“, sagt Ruhland.

Haushaltsbefragung

Darüber, bereits alle Interviewer beisammen zu haben, freuen sich die beiden Rathaus-Bediensteten, die ansonsten im Personalamt und in der Fachstelle Statistik arbeiten. Wenn sich noch jemand melde, könne er nur noch auf die Reserveliste gesetzt werden. Aktuell werden im Kasseler Zensus-Büro die Adressen in Befrager-Bezirke eingeteilt. Diese entsprächen nicht unbedingt den Stadtbezirken, sagt Ruhland, sondern richten sich nach Routen, die für die Befrager sinnvoll sind. Aus Datenschutzgründen darf kein Interviewer in dem Stadtteil, in dem er wohnt, Fragen stellen.

Befragt werden alle Personen, die in dem vorgegebenen Haushalt wohnen. Ruhland: „Wenn unter der Adresse Herr Meier angegeben ist, der letzte Woche ausgezogen ist und jetzt der Herr Müller dort wohnt, dann wird Herr Müller befragt.“ Die Befragten sind auskunftspflichtig. Sie dürfen außer der Frage zur Religionszugehörigkeit keine Antwort verweigern. Beharrt er auf einer Verweigerung wird ein Bußgeld fällig, dessen Höhe noch nicht feststeht.

Schulungen für Interviewer

Die Befrager müssen persönlich mit den Interviewpartnern sprechen. Eltern dürfen die Fragen für ihre Kinder beantworten, der Zensus-Mitarbeiter muss aber die Kinder ebenfalls persönlich gesehen haben. Wünscht ein Befragter, den Fragebogen online auszufüllen, so erhält er einen eigenen Barcode, unter dem nur er sich anmelden kann.

Im April gibt es Schulungen für die Interviewer, die danach einen Ausweis erhalten und sich mit einem Brief in den Haushalten ankündigen. Für jeden ausgefüllten Fragebogen erhalten sie 10 Euro, für eine Online-Beantwortung 2,50 Euro. Interessenten für Befragungen im Landkreis können sich online unter zensus2011@landkreiskassel.de oder telefonisch unter 0561/1 00 31 77 70 melden. Ansprechpartnerin ist Nadine Koch.

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