1700 Karten verkauft

Bei KSV-Retterkonzert sorgten Fans für optimistische Stimmung

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Applaus: Es war so etwas wie ein Konzertmarathon für die Zuschauer, denn einem Auftritt folgte beim Retterkonzert für den finanziell angeschlagenen Fußballverein KSV Hessen Kassel der nächste. 

Kassel. Im KSV Hessen Kassel ist noch viel Musik drin. Davon sind viele Fans überzeugt und deshalb passte es für sie auch perfekt zusammen, dass mit einem Konzert versucht wurde, den zu unterstützten.

Bands aus der Region, wie Mundartrocker Dark Vatter un sinne Combo und Popsänger Ben Black traten ebenso auf der Bühne der Stadthalle auf, wie die die Elektropopstars von Glasperlenspiel und Sänger Laith Al-Deen.

Die Stimmung in der Stadthalle war zwar längst nicht so ausgelassen, wie im Fußballstadion, doch gab es auch immer mal wieder Fangesänge zu hören. Doch im Mittelpunkt standen ganz klar die Auftritte der Stars, die natürlich auch ihre Chart-Hits dabei hatten.

Vor allem auf den Song „Geiles Leben“ von Glasperlenspiel hatte sich KSV-Vorstand und Konzertorganisator Jens Rose besonders gefreut. Denn das sei auch etwas, was er dem KSV für die Zukunft wünsche – ein geiles Leben.

Begeistert zeigte er sich vom Rückhalt für den Verein von den Fans. Um die 1700 Karten seien für das Retterkonzert im Vorfeld verkauft worden. „Es gibt große Aktionen, wie dieses Konzert, und auch viele kleine Aktionen, die uns helfen werden“, so Rose. Davon, dass das klappen wird, zeigten sich auch die Konzertbesucher überzeugt. Immer wieder stimmten sie auch während der Konzerte ihren Schlachtruf an: „Hessen Kassel wird nicht untergehen.“ Ihre Zuversicht ist groß, das war deutlich spürbar.

„Es geht um etwas, was uns am Herzen liegt“, sagten Rose und Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle in ihrer Eröffnungsrede und ernteten viel Applaus dafür. Dafür, dass Musik und Fußball in Kassel auch künftig eine Schnittstelle haben werden, setzte sich Geselle ein: Im nächsten Jahr seien Konzerte im Auestadion geplant. „Fußball und Mukke für unser geiles Zuhause in Kassel“, so Geselle. Dafür gab es für den Rathauschef so großen Jubel, als habe er einen Elfmeter für den KSV zielsicher verwandelt. Das Stadion sei schließlich nicht nur für die 17 Spiele des KSV wichtig, sondern für alle in Kassel, ergänzte Rose ebenfalls und erhielt ebenfalls viel Applaus. Um den zu toppen, mussten danach Popsänger Laith Al-Deen und später das Duo Glasperlenspiel schon ihre ganz großen Hits auf die Bühne bringen.

Zur Hymne des Abends entwickelte sich anders als von Rose angenommen, aber nicht der Song „Geiles Leben“ von Glasperlenspiel, sondern eher das Lied „Was, wenn alles gut geht“, von Laith Al-Deen, dem es gelang, den Zuschauer zur leicht verdaulichen Musik „Oh-oh-oh“- und „Yeah-oh-oh“-Gesänge zu entlocken – fast wie im Stadion. Gut gebrüllt, Löwen! 

Löwenstarke Musik für den KSV beim Retterkonzert

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