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Freibäder: Wilhelmshöhe und Harleshausen sollen erhalten bleiben

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Von: Ulrike Pflüger-Scherb

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Kassel. Die beiden Freibäder in Bad Wilhelmshöhe und Harleshausen sollen erhalten bleiben, wie die HNA am Donnerstag berichtete. Das haben SPD und Grüne am Montag nach einem über Monate dauernden Streit im Rathaus bekannt gegeben.

Ein entsprechender Antrag soll am Montagabend in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht werden. Es wäre vermessen gewesen, wenn man wegen des Streits um die Bäder die erfolgreiche Zusammenarbeit von Rot-Grün in Kassel hätte scheitern lassen wollen, sagte Christian Geselle, Fraktionsvorsitzender der SPD.

Das Konzept sieht vor, dass für den Erhalt beider Bäder jeweils ein fester Betrag von 3,3 Mio. Euro zur Verfügung gestellt werden soll. Sollten die Fördervereine beider Bäder Wünsche umsetzen wollen, die über diesen Investitionsbedarf hinausgehen, müssen sie diese Mittel selbst aufbringen. „Die

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Zeit der Lippenbekenntnisse ist vorbei“, sagte Geselle. Man erwarte von den Fördervereinen, dass sie sich nicht nur mit signifikanten Summen an den Investitionskosten, sondern auch künftig an den Betriebskosten beteiligen.

Zunächst soll im Jahr 2015 mit der Erneuerung des Bads in Harleshausen begonnen werden, ein Jahr später soll Bad Wilhelmshöhe dran sein. Die Städtischen Werke sollen Harleshausen vorfinanzieren. Für die Finanzierung von Bad Wilhelmshöhe sei es Voraussetzung, dass die Haushalte 2013 und 2014 ein ordentliches Ergebnis haben und eine Genehmigung durch das Regierungspräsidium erfolgt.

Harleshausen habe man den Vorzug gegeben, weil man sich hier schon mit dem Förderverein über ein Konzept einig sei, sagte Dieter Beig, Fraktionsvorsitzender der Grünen. In Harleshausen soll für 4,033 Mio. Euro ein Neubau entstehen.

Livestream von der Bürgerversammlung

Am Sonntag waren die Vorsitzenden der Fördervereine, Anita Mahrt (Harleshausen) und Kuno Hottenrott (Bad Wilhelmshöhe) über die Rettungspläne informiert worden.

Bilder von der Bürgerversammlung

„Wir sind sehr froh. Das war ein harter Kampf. Beide Bäder standen ja auf der Kippe“, sagt Hottenrott. „Jetzt vertrauen wir auf die Politik, dass sie es auch ernst mit der Sanierung beider Bäder nimmt.“

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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