Abrechnung jetzt einsehbar

Beihilfe für Beamte jetzt schneller

Kassel. Rund 60.000 Beamte und Pensionäre im Raum Kassel (in Hessen 400.000) erhalten einen Teil ihrer Arztkosten als so genannte Beihilfe vom Staat erstattet. Das bedeutete bisher viel Papierkrieg.

Denn allein im Raum Kassel bearbeitet das Regierungspräsidium als zentrale Beihilfestelle im Jahr rund 600.000 Anträge.

Lehrer und Polizisten mussten Wochen auf eine Zahlung warten. Das soll nun dank moderner Datenverarbeitung wesentlich schneller gehen, nämlich innerhalb weniger Tage.

Staatssekretär Werner Koch (CDU) vom Innenministerium präsentierte ein elektronisches System, mit dem Beamte im Internet mit Hilfe eines mehrfach verschlüsselten Zugangscodes ihre Abrechnung samt beigefügter Belege einsehen können.

Die Anträge würden zentral in Hünfeld von speziellen Scannermaschinen kopiert und bearbeitungsfähig gemacht, sagte Wolfgang Moors vom Regierungspräsidium Kassel. Der Datenschutzbeauftragte habe keine Einwände. Die Einführung elektronischer Beihilfebescheide ist der Abschluss eines Pilotprojekts der Länder Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Hessen startet damit als erstes Land.

Das System habe Hessen rund 70.000 Euro gekostet, sagte Moors. Die Investition werde sich – allein schon wegen eingesparter Portokosten und des geringeren Aufwands in der Postabteilung – bald amortisieren. Mittelfristig rechne man mit Einsparungen von einer halben Million Euro. Moors schätzt, dass die elektronische Versendung auch auf andere Bereiche, beispielsweise die Personalverwaltung, ausgedehnt werden kann. (pdi)

Rubriklistenbild: © dpa

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