Beim Gospel gab es kein Halten mehr

Junge Tenöre begeisterten 1100 Fans in der Martinskirche

Kassel. „Das Haus Gottes ist ausverkauft“. Gut gelaunt moderierte am Samstagabend Pfarrer Jens Georg den Auftritt der Jungen Tenöre in der Martinskirche. „Schön wie der Tag“ lautete der Titel des Programms, zu dem die beiden Evangelischen Landeskirchen eingeladen hatten.

„Und der Abend soll sogar noch schöner werden als der Tag“, versprach Tenor Ilja Martin, wie immer im schwarzen Anzug und leger offenen Hemdkragen.

Zusammen mit seinen Mitstreitern Hans Hitzeroth und Hubert Schmid sowie der dreiköpfigen Begleitband legte er auf der dezent zweifarbig illuminierter Bühne ohne Umschweife los. Das Programm wurde mit geistlichen Liedern eröffnet – „um der schönen Kirche als Veranstaltungsort Rechnung zu tragen“.

Aber es wären nicht die Jungen Tenöre, wenn sich diese altehrwürdigen Melodien nicht bald als echte „Popsongs mit klassischem Anspruch“ entpuppt hätten. Mit Händels „Haleluja“ und Mozarts „Ave Verum“ begannen sie ihr Konzert mit Musik, die unter die Haut ging. Auch Schuberts

Fotos: Die Jungen Tenöre in der Martinskirche

Die Jungen Tenöre in der Martinskirche

Bevor sie im zweiten Teil des Konzerts ihr Publikum in die Welt der Oper und Operette entführten, rissen die sympathischen Sänger ihre Fans mit Gospel-Interpretationen zunächst einmal von den Stühlen. Bei „Nobody knows“ wurde noch im Takt mitgeklatscht. Doch bei „Amen“ und einem sich anschließenden Potpourri beliebter Gospellieder gab es kein Halten mehr. Der Funke war übergesprungen. Es wurde getanzt, mit den Fingern geschnipst und mitgesungen.

Von Christina Hein

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.