Die Flic-Flac-Schwestern Larissa und Tatjana Kastein lieben ihr Kasseler Publikum

Umwerfend: Larissa Kastein tritt beim Flic-Flac-Festival der besten Artisten als Schlangenfrau auf, die an der Pole-Stange schwerelos wirkt. Archivfoto: Koch

Kassel. Schon bevor die Zirkus-Schwestern Tatjana und Larissa Kastein zum verabredeten Gespräch erscheinen, werden sie von Hundegebell angekündigt.

Die beiden vierbeinigen Energiebündel Gucci mit schwarzem und Happy mit rotem Halstuch geschmückt, düsen als Erste kläffend um die Ecke, lassen sich zutraulich streicheln, um ihre wilde Entdeckungstour im Zirkuszelt fortzusetzen.

Kurzclip: Die Flic-Flac-Schwestern

Im Kontrast dazu treten ihre „Frauchen“ sanft und leise auf. Fragen beantworten die Schwestern Larissa (24) und Tatjana (20) Kastein nachdem sie sich lächelnd Blicke zugeworfen haben, überlegt und zurückhaltend. Es sei etwas ganz Anderes, Konversation zu führen oder in der Zirkusmanege aufzutreten, sagt Larissa zum Thema Selbstbewusstein und Lampenfieber.

Letzteres sind die Töchter der Flic-Flac-Erfinder Benno Kastein und Scarlett Kaiser-Kastein vom ersten Atemzug ihres Lebens an gewöhnt. Schon die Großeltern waren Zirkusleute. „Ich war zwei Jahre alt, da bin ich mit meinem Vater und dessen Hunde-Dressur-Nummer aufgetreten“, sagt Larissa. Zirzensisches Talent haben die Schwestern nicht nur in die Wiege gelegt bekommen, sie haben auch von Kleinkindbeinen an mit Disziplin an ihren eigenen Akrobatik-Nummer gearbeitet. Heute sind Larissa mit dem Schlangentanz an der Pole-Stange und Tatjana mit ihrer Handstandnummer international berühmt.

Zum ersten Mal haben die Frauen mit dem Gastspiel in Kassel von ihrem Vater auch die Verantwortung für den reibungslosen Ablauf der Show übertragen bekommen. Langsam wachsen die Schwestern in die Rolle der Zirkus-Direktoren hinein. Der Respekt vor der Leistung des Vaters aber bleibt. „Der hat es einfach drauf“, sagt Larissa.

Benno Kastein hat das „Flic-Flac-Festival der besten Artisten“ konzipiert und die Künstler so gecastet, dass sie seinen Vorstellung von moderner Zirkus-Unterhaltung entsprechen. Nachdem er 20 Jahre lang mit seinem Flic-Flac-Zirkus durch die Welt getourt war, konzentriert er sich jetzt nur noch auf drei Winter-Shows in Nürnberg, Dortmund und Kassel. „Das sind die Städte mit dem besten Publikum“, erklärt Tatjana.

An Kassel lieben die Schwestern nicht nur ihre Fans, sondern auch den „traumhaften Standort“ für das Flic-Flac-Zelt. Wenn sie nach dem Auftritt zum Feierabend noch ins Café Alex gehen, sei das schon ein kleines Gefühl von Heimat. Doch diese Heimat auf Zeit werden die Schwestern am 9. Januar, jede im eigenen Wohnwagen und mit eigenem Hündchen für das nächste Zirkus-Engagement in Frankreich wieder verlassen.

Flic Flac gastiert bis zum 8. Januar auf dem Friedrichsplatz. Vorstellungen täglich ab 20 Uhr, Mittwoch bis Sonntag auch ab 16 Uhr. Montag, 2. Januar, gibt es eine zusätzliche Show ab 16 Uhr. Karten: HNA-Kartentelefon 05 61/20 32 04.

Von Christina Hein

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