SMA bekennt sich klar zur Region - Keine Produktion in Niedriglohnländern

Niestetal/Kassel. Der Vorstandssprecher der Solartechnik-Herstellers SMA, Pierre-Pascal Urbon, hat sich während der Jubiläumsveranstaltung anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Unternehmens am Dienstag mit ungewöhnlich deutlichen Worten zum Standort Nordhessen bekannt.

Kurzclip: SMA-Servicezentrum

„Wir schließen aus, dass wir die Produktion in Niedriglohnländer verlagern, um Lohnkosten zu sparen“, sagte er vor 350 Gästen.

Auf ein Wort: Pierre-Pascal Urbon

Gleichzeitig unterstrich er aber die Notwendigkeit einer weiteren Internationalisierung. Es bleibe das Ziel von SMA, in jungen Solarmärkten als erster Hersteller mit einer eigenen Vertriebs- und Service-Gesellschaft vertreten zu sein. Wenn sich einer dieser Märkte dauerhaft positiv entwickle und zudem eine lokale Produktion gefordert werde, komme man um den Aufbau einer Fertigungsstätte in jenem Land nicht herum. „Solche Produktionsstandorte werden dann aber nur die jeweilige Nachfrage in diesem Land bedienen“, sagte Pierre-Pascal Urbon.

Sein Vorgänger, der SMA-Mitgründer Günther Cramer, forderte Politik und Wirtschaft auf, die Energiewende noch schneller voranzutreiben. Jedes Bundesland, jede Region, jede Kommune sei gefragt.

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In diesem Zusammenhang erinnerte er nochmals daran, das Ökologie und Ökonomie nicht im Widerspruch zueinander stünden. In Nordhessen beschäftige die Erneuerbaren-Energien-Branche mittlerweile 13.000 Mitarbeiter, bundesweit seien es 130.000 sagte Cramer, der auch Präsident des Branchenverbandes BSW-Solar ist.

Cramer hat 1981 gemeinsam mit Peter Drews und Reiner Wettlaufer SMA als kleines Ingenieurbüro gegründet. Unterstützt wurden sie dabei von Prof. Werner Kleinkauf. SMA investiert bis 2013 weltweit 400 Millionen Euro. (jop)

30 Jahre SMA

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