Sanierung soll noch mindestens drei Jahre andauern

Wege nach historischem Vorbild: Neuer Zugang zum Herkules bis Juli fertig

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Wege nach historischem Vorbild: Der Zugang zum Herkules wird gerade neu gestaltet. Zu den Kaskaden kann man an der Baustelle vorbeigehen.

Ein großer Lkw nach dem anderen fuhr Donnerstag am Herkules vor. Geladen hatten sie Material für die neuen Wege rund um das Kasseler Wahrzeichen.

Die werden nach historischem Vorbild angelegt und sollen in vier Wochen fertig sein. „Besucher werden den Herkules zu Fuß dann noch einmal ganz anders wahrnehmen“, sagt Projektleiter Thomas Täschner vom Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH). Schmalere Wege, viel Grün und ein befestigter Rundgang um das Oktogon sind die Merkmale. Wer demnächst zum Herkules kommt, erlebt das Bauwerk so wie die Fürsten im 18. Jahrhundert, die mit der Kutsche vorfuhren.

Das bedeutet auch, dass die Straße, die zur ehemaligen Buswendeschleife – die ist heute vor dem Besucherzentrum – zurückgebaut wird. „Es wird immer noch einen Weg geben, aber deutlich schmaler“, sagt Thomas Täschner. Nach dem Umbau wird es rund um den Herkules keine Stufen mehr geben. Die Wege sollen zum Beispiel auch mit dem Rollstuhl oder dem Kinderwagen nutzbar sein.

Eine weitere Verbesserung ab Mitte Juli: Die mobilen Zäune, die im Moment noch die Wege über die Baustelle abschirmen, kommen größtenteils weg. Lediglich vor den Containern für die Mitarbeiter und die Bauleitung bleiben noch einige Bauzäune stehen.

Holzstützen in den Bögen: In den nächsten Monaten sollen auch die Konstruktionen im zweiten Obergeschoss des Oktogons saniert werden.

Mindestens noch drei Jahre wird die Sanierung des Herkules vom Kopf der Figur bis zum Erdgeschoss des Oktogons noch dauern. Das Land Hessen hat für die Arbeiten bislang 40 Millionen Euro bewilligt. Im Sommer werden die Arbeiten am Mauerwerk und den Bögen des zweiten Obergeschosses beginnen. Dafür müssen dann auch wieder größere Gerüste aufgebaut werden. Zum Schutz der Mitarbeiter vor herunterfallendem Material werden die Gerüste Planen haben. „Wir überlegen gerade, ob die vielleicht eine weniger auffällige Farbe bekommen können als ein weithin sichtbares Weiß“, sagt Baufachmann Täschner.

Einblicke in Grotten

Neben der Sanierung werden bei den aktuellen Arbeiten am Herkules auch neue Zugangsmöglichkeiten für Besucher geschaffen. Dazu zählen mehrere bislang verschlossene Grotten im Oktogon und Zugänge vom ersten ins zweite Geschoss. Trotz der laufenden Arbeiten kann man weiterhin die Besucherplattform mit dem Zugang zur Pyramide erreichen. Wer am Wochenende zu den Wasserspielen will, kommt ohne größere Probleme über die abgesperrte Baustelle bis zu den Kaskaden.

Von Thomas Siemon

Lesen Sie dazu: Zum Auftakt der beleuchteten Wasserspiele gibt es eine Lasershow

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