Lärm- und Umweltschutz

Stadt Kassel appelliert: Auf Laubbläser sollte man verzichten

Laubbläser und Laubsauger erleichtern Gartenbesitzern zwar die Arbeit, dafür sind sie aber laut und zudem gefährlich für kleine Tiere.
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Laubbläser und Laubsauger erleichtern Gartenbesitzern zwar die Arbeit, dafür sind sie aber laut und zudem gefährlich für kleine Tiere. Die Stadt Kassel appelliert deshalb, lieber Rechen und Besen zu benutzen.

Der Herbst ist die Zeit des Laubfalls und Grünschnitts. Wohin mit all den Blättern, die sich auf Wegen und in Gärten ansammeln? Stadt und Stadtreiniger geben Tipps, was man beachten sollte.

Kassel – Wenn der Herbst kommt, setzen inzwischen auch immer mehr Privatleute Laubbläser und Laubsauger ein, um die Blätter zusammenzupusten und zu entsorgen. Weil diese Geräte aber nicht nur Lärm machen, appelliert die Stadt Kassel, besser Rechen und Besen zu benutzen. Nachfolgend die wichtigsten Fragen und Antworten zum Umgang mit dem Herbstlaub:

Welche Bereiche am Haus und im Garten sollten von Laub befreit werden?

Das Laub auf Wegen stellt bei Regen und Nässe eine Unfallgefahr dar. Daher empfiehlt die Stadt, die Zuwege zum Hauseingang von Verunreinigungen durch Laub und Früchte (etwa Kastanien und Haselnüsse) zu befreien. Für den Schutz der Umwelt und der Tiere, die sich in und unter den Laubschichten befinden, rät das Umwelt- und Gartenamt jedoch, auf die traditionelle Methode mit Besen und Rechen zurückzugreifen. Auf den Einsatz von Laubbläsern und Laubsaugern sollte nach Möglichkeit verzichtet werden.

Hat der Einsatz von Rechen und Besen auch noch andere Vorteile?

Nach Ansicht der Stadt Kassel auf jeden Fall. So betont das Umwelt- und Gartenamt: „Mit dem Verzicht auf lärmende Laubbläser und die alternative Nutzung von Besen und Rechen leisten Sie nicht nur einen positiven Beitrag für die Umwelt und den Klimaschutz, sondern können zusätzlich noch etwas Gutes für Ihre körperliche Fitness und Gesundheit tun.“

Wo kann das Laub einfach liegen bleiben?

Auf Rasenflächen und Beeten kann man Laub liegen lassen. „Das Laub hilft, die Feuchtigkeit länger im Boden zu halten und versorgt die Pflanzen durch das Verrotten mit Nährstoffen“, erklärt das Umwelt- und Gartenamt. Zudem sei liegen bleibendes Laub ein natürlicher Lebensraum für Kleinst- und Kleinlebewesen, Nahrung für Vögel und biete aufgehäuft einen Überwinterungsort für Igel. So diene Laub nicht nur dem Erhalt der Artenvielfalt, sondern helfe auch, die Herausforderungen des Klimawandels besser zu meistern.

Was ist allgemein bei der Benutzung von Laubbläsern und Laubsaugern zu beachten?

Oftmals werden für die Entfernung des Laubs benzinbetriebene Laubsauger oder Laubbläser eingesetzt, die Lärm und Emissionen verursachen. Nach Angaben der Stadt ist die Verwendung in Wohngebieten aufgrund der Lärmbelästigung daher nur werktags von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr erlaubt. Grundsätzlich sollte, wenn sich der Einsatz von Laubsaugern und Laubbläsern nicht vermeiden lässt, mit elektrischen und damit lärmarmen statt mit benzinbetriebenen Geräten gearbeitet werden.

Was kann man sonst noch mit dem Laub machen?

Das Laub kann entweder als natürlicher Dünger im eigenen Garten verwendet werden. Wenn dies nicht möglich ist, sollte es in die braune Bioabfalltonne oder auf dem eigenen Komposthaufen entsorgt werden.

Und was ist, wenn die Biotonne nicht ausreicht?

Wenn das Laub nicht auf dem eigenen Grundstück verwendet oder entsorgt werden kann oder die Bioabfalltonne nicht ausreicht, kann bei den Stadtreinigern ein „amtlicher Laubsack“ für drei Euro erworben werden. Der Sack wird bei der nächsten Entleerung der Bioabfalltonne mitgenommen. Auch an den Recyclinghöfen ist die kostenlose Laubabgabe möglich.

(Andreas Hermann)

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