Radverbindung zur Uni gilt als unzureichend – Ortsbeirat Bettenhausen diskutierte Verkehrsentwicklungsplan

Bessere Wege für Radfahrer gefordert

Bettenhausen. „Die Radwegeplanung muss einer übergeordneten Strategie folgen, die nicht kleinteilig angelegt ist, sondern Verbindungen schafft“, sagt Alfons Fleer (Bündnis 90/Grüne) mit Blick auf den Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Kassel 2030.

Der Plan wurde in der Sitzung des Ortsbeirats Bettenhausen diskutiert. „Gute Verbindungen werden nicht nur innerhalb des Stadtteils gebraucht. Es müssen funktionierende Verknüpfungen auch in andere Richtungen geschaffen werden“, fordert Fleer.

Schlechte City-Verbindung

Kritisiert wurde vor allem die schlechte Radwegeanbindung in die Innenstadt und an den Holländischen Platz. Beide Strecken bezeichnet Fleer als „neuralgische Punkte“. Sie sollten beim Ausbau der Radwege berücksichtigt und optimiert werden.

Im Detail fordert er eine bessere Verbindung zur Universität von der Sandershäuser Straße über die Königinhofstraße und Hafenbrücke sowie in die Innenstadt über die Leipziger Straße und den Platz der Deutschen Einheit (Großer Kreisel).

„Diese Verbindungen zur Innenstadt und zur Hafenbrücke sind mangelhaft“, sagt Fleer. Auf der Königinhofstraße herrsche lebhafter Lkw-Verkehr. Die enge Straße sei für Radfahrer lebensgefährlich. Auch auf der Leipziger Straße im Bereich Melsunger Straße bis Agathofstraße und am Großen Kreisel seien deshalb viele Unfälle zu verzeichnen. Ebenso machten die separat anzufordernden Ampeln am Kreisel die Überquerung des Platzes der Deutschen Einheit zu einem Hindernislauf, der viel Aufmerksamkeit erfordere.

Bus nach Waldau

Weiterhin fordert der Ortsbeirat, eine Busverbindung von Bettenhausen nach Waldau einzuplanen sowie die Buslinie zum Bettenhäuser Feld/Wohngebiet Osterholz auszuweiten.

Begrüßt wird der Ausbau der Straßenbahnlinie 8 in Richtung Lohfelden. „Damit wird diese Anbindung endlich nicht mehr in Frage gestellt“, sagt Reiner Lacher (SPD).

Für Verärgerung im Stadtteil sorgt die hohe Verkehrsbelastung durch Umleitungen bei Staus auf der Autobahn 7. „Wir werden förmlich vom Verkehr überrollt“, berichtet Lacher.

Befürchtet wird, dass dies bei Fertigstellung der A44 noch schlimmer wird. Auch hier fordert der Ortsbeirat Lösungen, die Bettenhausen weniger mit Verkehr, Lärm und CO2-Emissionen belasten.

Von Helga Kristina Kothe

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