Sieben Millionen Euro Ausgaben

Anzeigetafeln: KVG und NVV bauen Info-System aus

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Moderne Technik: An vielen Haltestellen im Stadtgebiet - wie hier auf dem Kasseler Friedrichsplatz -informieren digitale Anzeigetafeln die Fahrgäste in Echtzeit über den aktuellen Fahrplan.

Kassel. Bis Ende 2014 wollen der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) und die Kasseler Verkehrsgesellschaft (KGV) nahezu ihr gesamtes Streckennetz mit einem dynamischen Fahrplan-Informationssystem ausstatten.

Das System übermittelt den Fahrgästen in Echtzeit Informationen etwa über Verspätungen, Fahrplanänderungen und Anschluss-Möglichkeiten. Die Informationen können Fahrgäste sowohl auf digitalen Anzeigetafeln an den Haltestellen lesen wie auch über das Internet und Handys mit Internetzugang abrufen.

Die KVG hat das System bereits an 56 Haltestellen mit 144 digitalen Anzeigetafeln im Kasseler Stadtgebiet installiert. Bis Ende 2013 will sie weitere 80 Haltestellen mit 146 Anzeigetafeln ausstatten. Das wird laut KVG-Sprecherin Heidi Hamdad 4,59 Millionen Euro kosten. 3,5 Millionen davon übernimmt das Land Hessen, den Rest zahlt die KVG. Bisher hat die KVG in das System bereits 3,5 Millionen Euro investiert.

Der NVV dagegen baut das System für 2,7 Millionen Euro komplett neu auf. Das Geld zahlt nach den Angaben von NVV-Sprecherin Sabine Herms der Bund. Den größten Batzen in Höhe von einer Million Euro verschlingt das dynamische Fahrplan-Informationssystem.

„Zehn Prozent der Kosten dafür steuern die Kommunen bei, indem sie anteilig die Installation der digitalen Anzeigetafeln mitfinanzieren“, sagt Herms. Die Anzeigetafeln werden laut der NVV-Sprecherin an zwei Dritteln der Haltestellen mit Busanbindung installiert. 950.000 Euro entfallen auf die Einrichtung eines zentralen Daten-Servers, der alle Informationen sammelt und vernetzt. Der Rest fließt in die Software, die die Sicherstellung von Anschluss-Verbindungen regelt.

Im kommenden Jahr soll es im Bereich Melsungen einen Testbetrieb geben. Im nächsten Schritt werden die Regiotramstrecken nach Wolfhagen und Hofgeismar integriert. Schrittweise folgen die Daten aller Fahrzeuge der 80 Unternehmen, die für den NVV in der Region, inklusive der Stadt Kassel, unterwegs sind. „Wir erhalten von den Fahrgästen viel Lob für das Info-System“, sagt KVG-Sprecherin Hamdad. Die Kunden könnten auf Basis der Informationen besser planen und entscheiden, ob sich das Warten lohnt. „Auch die KVG kann mithilfe der Informationen ihr Qualitätsmanagement verbessern“, erläutert Hamdad. Beim NVV soll das System eine Vielzahl von Fragen beantworten: Ist meine Regio-tram pünktlich? Wohin fährt welcher Zugteil? Kommt eine Regiotram oder zwei aneinandergekoppelte? Erreiche ich meinen Bus ab der nächsten Regiotram-Station?

Auch über Behinderungen durch Baustellen, Verkehrsstaus oder Betriebsstörungen und entsprechende alternative Routen soll es Informationen geben. (mkx)

Von Mirko Konrad

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