Bestandsaufnahme: Der Stadt gehören Gebäude im Wert von 800 Millionen

Bahnhof Wilhelmshöhe in Kassel.

Kassel. Die Stadt ist Eigentümerin von 200 Immobilien im Neubauwert von 800 Mio. Euro. Den größten Anteil haben die Schulen. Eine Bestandsaufnahme mit einigen Kuriositäten.

Trotz dieser Dimensionen ist die Kommune längst nicht der einzige große Eigentümer im Stadtgebiet. Hinter dem, was die Kasseler als „Stadt“ bezeichnen, verbirgt sich ein kompliziertes Gebilde von Eigentumsverhältnissen.

Kassel erstreckt sich über eine Fläche von 107 Quadratkilometern, was 15 000 Fußballfeldern entspricht. Gut ein Fünftel davon gehört dem Land Hessen. Neben Aue- und Bergpark zählen dazu etwa die Dönche, die Uni-Areale, 20 Gerichte und Behörden, die Justizvollzugsanstalt und die Bereitschaftspolizei. Die größten landeseigenen Flächen im Stadtgebiet liegen aber im Habichtswald und werden von Hessen-Forst verwaltet.

Im Vergleich zum Land gehören dem Bund nur noch wenige Flächen in Kassel. In der Hand des Bundes sind neben der Fulda und den Autobahnen noch einige Immobilien. Diese werden durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) verwaltet. Insgesamt hat die Bima in Kassel noch 29 Liegenschaften mit 211 Gebäuden in ihrem Bestand. 20 dieser Liegenschaften (darunter die Belgische Siedlung, der Magazinhof, sechs Hochbunker, Restflächen von Kasernen) sollen verkauft werden. Zudem kümmert sich die Bundesanstalt auch um die Niederzwehrener Kriegsgräberstätte für Soldaten des Ersten Weltkriegs.

Ein Drittel der Stadtfläche machen Wohnhäuser inklusive ihrer Grünflächen aus. Von den derzeit 31 700 Wohngebäuden gehören 22 000 Privatpersonen – meist kleine Häuser mit im Schnitt zwei Wohnungen. Mit fast 60 000 Wohnungen gehört der größte Anteil kommunalen und privaten Wohnungsunternehmen, Genossenschaften und Eigentümergemeinschaften.

In einer neuen Serie stellen wir die Eigentumsverhältnisse in Kassel vor. 

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