HNA-Markt: Zu Besuch in der Happelgasse

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In seinem Element: Joachim Happel in seiner Werkstatt mit einem restaurierten Geländemotorrad.

Joachim Happels Tüftlerwerkstatt liegt im Herzen Kassels, an der Karlsaue 4,      und nennt sich „Happelgasse“. „Dieses Straßenschild haben Freunde für mich anfertigen lassen“, verrät er.

Die Sonderanfertigung weist Motorradfans aus ganz Deutschland den Weg in ein kleines Zweirad-Paradies. Neben gut sortiertem Werkzeug finden sich auch unzählige Pokale sauber aufgereiht in Regalen, die von der bewegten Motorsport-Vergangenheit von Joachim Happel erzählen. Hier schraubt und bastelt der 77-jährige an zahlreichen Maschinen unterschiedlichen Baujahrs. Aktuell steht eine SWM TL 320 zum Verkauf. „Auf dem Typ ist Gilles Burgat Weltmeister geworden“, erklärt Joachim Happel.

Eine lange und bewegte Karriere

Vor über 60 Jahren erwachte seine Liebe zum Motorsport. Im Jahr 1953 nahm Joachim Happel an einem Seifenkistenrennen teil „Wir sind vom Schloss Wilhelmshöhe bis zur Endstation der Straßenbahn gefahren und ich habe den 3. Platz geholt“, denkt der Rentner an den Beginn seiner Laufbahn zurück. Später wurde er dann technischer Kaufmann und war mit der Installation und Wartung von Hebebühnen in zahlreichen Werkstätten beschäftigt. „Mein Hobby waren aber auch damals schon die Motorräder und der Rennsport, obwohl ich in den 60er-Jahren zehn Jahre untreu war und auch Autorennen gefahren bin. Ich habe immer für mein Leben gern hier an ihnen herumgebastelt“, so der Motorradliebhaber.

Immer noch „im Rennen“

Aktuell fährt er immer noch Trial-Rennen, zum Beispiel den Deutschland-Cup Classic auf einer NSU- oder BMW-Maschine. „Nicht das Alter der Fahrer, sondern das der Motorräder ist entscheidend“, sagt Joachim Happel lachend. „Da fahre ich zum Teil gegen 19-jährige, das macht richtig Spaß und ich freue mich, wenn ich meine Erfahrungen weitergeben kann“, fügt er hinzu. Doch nicht nur in einem Rennen ist sein reicher Erfahrungsschatz gefragt. „Leute aus ganz Deutschland rufen hier an und wollen den einen oder anderen Tipp haben, da gebe ich auch oft am Telefon mal eine Hilfestellung. Schließlich war ich 27 Jahre lang KTM-Vertreter und restauriere ja auch immer wieder historische Motorräder, allerdings nur für mich – ganz ohne Zeitdruck.“

Generationswechsel

Etwas hat sich aber doch geändert im Laufe der Jahre. „Früher ist meine Frau immer mitgekommen zu den Rennen, doch vor einigen Jahren hat sie mir dann gesagt, dass ihr der Benzingeruch langsam reicht“, erzählt Joachim Happel. Alleine muss er deswegen aber trotzdem nicht zu den unterschiedlichen Rennen fahren. „Inzwischen kommen meine Tochter und die Enkelkinder mit. Mein Wohnmobil hat fünf Schlafplätze, da haben wir genug Platz und immer eine Menge Spaß!“

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HNA-Markt: Zu Besuch in der Happelgasse

Wer Interesse an einem restaurierten Motorrad hat, sich ein paar fachmännische Kniffe abgucken möchte oder einfach ein bisschen Motorradölduft schnuppern möchte, erreicht Herrn Happel telefonisch unter T 05 61 / 2 37 09 oder unter der Mail-Adresse joachim-happel@t-online.de

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