Besuche werden eingeschränkt – Ausgangsbeschränkung gibt es aber nicht

Corona in Kassel: Ab sofort gelten strengere Regeln in Seniorenheimen

Familie besucht Bewohnerin von Altenheim
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Besuche werden eingeschränkt: Bewohner von Alten- und Pflegeheimen dürfen nur noch von bis zu zwei Personen Besuch empfangen. Diese Familie aus Mecklenburg-Vorpommern geht ohnehin auf Nummer sicher und sieht sich durch ein Fenster im Erdgeschoss.

Die Coronafallzahlen sind weiter hoch. Besuche im Krankenhaus bleiben daher verboten, in Alten- und Pflegeheimen werden sie eingeschränkt, wie unsere Fragen und Antworten zeigen.

Was ändert sich bei Besuchen in Senioren- und Pflegeheimen?
Besuche in Alten- und Pflegeeinrichtungen bleiben laut Landesregierung auch im seit gestern geltenden Lockdown unter strengen Vorgaben möglich. Neu ist, dass Bewohner ab sofort nur noch zweimal pro Woche von bis zu zwei Personen besucht werden dürfen.
Welche weiteren Vorgaben gibt es?
Natürlich die Abstands- und Hygieneregeln, die jede Einrichtung erarbeitet hat. Zudem müssen seit gestern die Mitarbeiter und die Besucher zu jeder Zeit FFP2-Masken tragen. Dafür bekommen die Heime von der Stadt je drei Masken für jeden Bewohner. Das Personal muss zudem regelmäßig, mindestens einmal pro Woche, auf Corona getestet werden. Die Einrichtungen müssen dies wiederum dokumentieren.
Woher gibt es die Tests für die Seniorenheime?
Zunächst müssen die Einrichtungen die Tests zahlen. Wenn sie diese dokumentieren und dadurch nachweisen können, werden die Kosten später vom Bund übernommen.
Dürfen die Senioren die Einrichtungen verlassen?
Ja. Ausgangsbeschränkung gibt es in den Seniorenheimen nicht. Das Verlassen der Einrichtungen ist also weiter möglich – zum Beispiel auch, indem der Bewohner bis zur Außentür gebracht wird. Kehren die Bewohner später zurück, ist keine Quarantäne vorgesehen, schreibt die Landesregierung.
Was gilt mit Blick auf Weihnachten?
Auch an den Feiertagen können Angehörige ihre Liebsten nach Hause holen. Viele Seniorenheime werben allerdings darum, dass die Bewohner an den Festtagen in der Einrichtung bleiben, um die Ansteckungsrisiken zu minimieren. Dafür organisieren sie ein Programm für die Feiertage.
Was gilt für ambulante Pflegedienste?
Auch ambulante Pflegedienste sind verpflichtet, ihr Personal regelmäßig (ebenfalls mindestens einmal pro Woche) zu testen und dies zu dokumentieren.
Wie haben sich die Coronazahlen in Stadt und Kreis Kassel verändert?
56 neue nachgewiesene Coronafälle sind Stand Mittwochmittag hinzugekommen – 27 in der Stadt Kassel und 29 im Landkreis. Noch einmal gestiegen ist auch die Zahl der Todesfälle. Sie liegt in der Stadt nun bei 44 (plus 1), im Kreis bei 73 (plus 2).
Erfreulich ist, dass die Zahl der Genesenen auch deutlich stieg: in Kassel um 29 auf nun 2459 und im Landkreis um 24 auf nun 2103. Damit sind in Stadt Kreis nun jeweils 630 Menschen aktuell mit dem Coronavirus infiziert. 137 von ihnen liegen im Krankenhaus, 30 werden intensivmedizinisch behandelt.
Droht eine Ausgangssperre wie beispielsweise im Schwalm-Eder-Kreis?
Nein. Eine Ausgangssperre droht nur, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz dreimal hintereinander über 200 liegt. In der Stadt lag sie gestern bei 178,4 (Vortag: 179,4), im Kreis mit 138,2 deutlich unter 200 (Vortag: 148,3).

Von Marie Klement

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