Der Hessentag soll klima- und umweltbewusst sein – Konzept ist in Arbeit

Besucher sollen strampeln

Elektrofahrräder soll man beim Hessentag ausleihen können. Foto: dpa

Kassel. Kostenlose Shuttlebusse, ausleihbare Elektrofahrzeuge und ein Schwerpunktstandort in der Innenstadt: Der Hessentag 2013 in Kassel soll nach dem Willen der Stadtverordneten deutlich im Zeichen von Klima- und Umweltschutz stehen. „Wir wollen exemplarisch zeigen, was möglich ist, um auch bei Großveranstaltungen Klima- und Umweltschutz umzusetzen“, sagte der stellvertretende Hessentagsbeauftragte Manfred Merz jetzt im Ausschuss für Umwelt und Energie.

Herzstück des Konzepts für einen klima- und umweltbewussten Hessentag sind Veranstaltungen, Ausstellungen und Projekte, die auf der Wilhelmsstraße und der Ständeplatz-Randstraße stattfinden sollen. Eine „Straße der Bildung, Wissenschaft und Technik“ stellt sich die eigens eingerichtete Arbeitsgruppe unter anderem vor. Beispielsweise sollen hier Elektrofahrzeuge vorgestellt werden. Und Elektrofahrräder sollen zum Ausleihen zur Verfügung stehen, die man an bestimmten Standorten wieder abgeben kann.

Auf der „Klimabühne“ am oberen Ende der Wilhelmsstraße sind neben Konzerten auch Schwerpunktveranstaltungen geplant. Unternehmen und Umweltverbände können auch daran mitwirken. Allen voran die Städtischen Werke, die Hauptsponsor sind. Eventuell können sich hier Hessentagsbesucher auch abstrampeln, um über Fahrradgeneratoren selbst Energie zu produzieren. Und der Caterer in diesem Bereich werde Getränke mithilfe energiearmer und klimaschonender Technik kühlen, erläuterte Merz, der Vorsitzender der Arbeitsgruppe ist.

Um das zu erwartende hohe Verkehrsaufkommen an den zehn Tagen des Hessentags zu bewältigen und die Abgas- und Lärmemissionen in Grenzen zu halten, will man laut Stadtbaurat Christof Nolda auf den öffentlichen Personennahverkehr setzen. Zudem sollen kostenlose Shuttlebusse auf dem sonst für den Verkehr gesperrten Auedamm angeboten werden, um die Standorte Innenstadt, Karlswiese, Auestadion und Messehallen zu verbinden, erläuterte Merz. Mit einem Aufschlag auf den Eintrittspreis für die Konzerte sollen die Hessentagsbesucher ein Kombi-Ticket für den ÖPNV bekommen, dessen Angebot auch in der Region in der erforderlichen Dichte bereitgestellt werden solle. Radroutenplaner und Abstellmöglichkeiten für Radfahrer sind ebenfalls geplant.

Finanziert werden sollen die Beförderungsangebote zu einem großen Teil über die Parkgebühren für den Individualverkehr, sagte Nolda. Über die Höhe der Gebühren auf den ausgewiesenen Hessentags-Parkplätzen könne er noch nichts sagen. Nolda: „Das wird nicht billig.“

Getrenntsammelbehälter und das Gebot, Einweggeschirr zu vermeiden, gehören zum Konzept zur Abfallvermeidung und Wertstoffsammlung. Im Frühjahr will die Arbeitsgruppe ihren Abschlussbericht vorlegen. (hei)

Foto:  Kasiewicz

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