Besucherzentrum

Großer Andrang nach Anerkennung des Bergparks als Welterbe

Attraktiver Ausstieg zum Weltkulturerbe: Das Besucherzentrum an der Endstation der Straßenbahnlinie 1 wurde für 85 000 Euro umgebaut. Es bietet jetzt mehr Platz auch für Gruppen. Fotos: Malmus

Kassel. Nach mehreren Wochen Umbaupause ist das Besucherzentrum an der Endstation der Straßenbahnlinie 1 wieder geöffnet. 85 000 Euro hat die Neugestaltung gekostet. Und das bei einem Gebäude, das erst vor sechs Jahren für eine Million Euro komplett restauriert wurde.

„Wir mussten auf die deutlich größere Besucherresonanz nach der Anerkennung als Welterbe reagieren“, sagt Dr. Gisela Bungarten, stellvertretende Direktorin der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK). Für größere Gruppen seien die bisherigen Räumlichkeiten nicht geeignet gewesen.

Das ist nach dem Umbau, der mehr Platz geschaffen hat, anders. Zudem gibt es jetzt nicht nur Informationen über die Geschichte des Bergparks mit dem Herkules und den Wasserspielen, sondern auch über den Weg Kassels zum Weltkulturerbe. Ähnlich wie im preisgekrönten Besucherzentrum am Herkules können sich die Besucher an Tagen ohne Wasserspiele diese Attraktion zumindest im Film auf einem großen Bildschirm anschauen. Auf Herkules-Niveau ist jetzt auch der Souvenir-Shop.

Fotos: Besucherzentrum nach Umbau wiedereröffnet

Bergpark Wilhelmshöhe: Besucherzentrum nach Umbau wiedereröffnet

Auf das deutlich gewachsene Besucherinteresse am Bergpark reagiert die Museumslandschaft auch bei den Öffnungszeiten. Es ist weitgehend üblich, dass museale Einrichtungen montags geschlossen haben. Für den Herkules, das Besucherzentrum dort und jetzt auch das Besucherzentrum an der Haltestelle gilt das nicht. „Wir haben täglich von zehn bis 17 Uhr geöffnet“, sagt MHK-Mitarbeiter Christian Müller, der gestern bei der Eröffnung Dienst hatte. Auch die modernen Toiletten im Untergeschoss sind täglich bis in die Abendstunden geöffnet. Zusammen mit dem neu gestalteten Überweg in den Bergpark und dem restaurierten 50er-Jahre-Kiosk am Rand des Parkplatzes Ochsenallee hat sich einiges getan.

„Ich denke, dass wir die Besucher jetzt angemessen im Welterbe begrüßen können“, sagt Dr. Gisela Bungarten. Wer am Sonntag mit der Straßenbahn zum Bergparkfest fährt, sollte einen Blick in das historische Fachwerkgebäude (Baujahr 1898) an der Endstation werfen. Es lohnt sich.

Von Thomas Siemon

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