Großfeuer in der Nacht zu Sonntag

Betroffene des Wesertor-Brands: "Existenz ist zerstört"

Kassel. Andreas Habermehl steht am Samstagmorgen sichtlich um Fassung bemüht vor seinem Betrieb - oder dem, was davon übrig war. Die in der Mitte des Gebäudekomplexes befindliche Tischlerei wurde durch die Flammen schwer beschädigt.

Bilder des Brandes

Großbrand am Kasseler Wesertor

Andreas Habermehl

„Meine Existenz ist zerstört“, sagt der 52-jährige Tischlermeister. Dabei habe er volle Auftragsbücher. Bei der Schreinerei handelt es sich um ein Doppelunternehmen, in dem neben Habermehl auch Helmuth Brehm mit seinem Betrieb ansässig ist. So könne man sich die teuren Maschinen teilen, die nicht ständig in Gebrauch seien, erklärt Habermehl.

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Sein Kollege, der kurz vor dem Rentenalter stehe, werde sich jetzt vermutlich zur Ruhe setzen, da sich der Neuanfang für ihn kaum lohnen werde. Habermehl weiß nicht, wie er sein Unternehmen weiterführen soll. „Selbst wenn die Versicherung mir den Schaden ersetzt, kann ich von einer halben Tischlerei keinen Betrieb neu aufbauen.“ Befreundete Kollegen hätten ihm angeboten, zumindest die laufenden Aufträge bei ihnen zu bearbeiten.

Auch Aydin Fatih, Inhaber der Buchbinderei Pergamos, ist erschüttert. „Es ist sehr schlimm. Das ist unsere Existenz“, sagt der 53-Jährige. Auch wenn sein Betrieb nicht selbst brannte, wurden die Räume von Ruß, Rauch und Löschwasser schwer beschädigt. (rud)

Rubriklistenbild: © HNA/Rudolph

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