Am Autobahnkreuz Kassel

Betrüger gestoppt: Männer wollten „Autobahngold“ verkaufen

Kassel. Die Polizei warnt vor sogenannten „Autobahngold“-Betrügern, die wieder im Raum Kassel unterwegs sind. Eine Autofahrerin hat nach Angaben von Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch zumindest am Dienstagmittag drei rumänischen Staatsbürgern am Autobahnkreuz Kassel durch einen schnellen Anruf bei der Polizei das betrügerische Handwerk gelegt.

Die Frau hatte einen Mercedes mit Hameler Kennzeichen an der Zufahrt von der A7 zur A44 stehen sehen. Die Männer hätten wild gestikuliert, um dadurch Autofahrer zum Anhalten zu bewegen. Die Autofahrerin rief aber sofort die Polizei. Ein Funkwagen der Polizeiautobahnstation Baunatal traf kurze Zeit später auf die drei Männer und fand bei ihnen 30 schwere Siegelringe aus goldglänzendem Metall. Die wertlosen Ringe wurden aus Gründen der Gefahrenabwehr sichergestellt. Da es noch zu keiner Betrugshandlung und auch nicht zum Versuch gekommen war, mussten die Beamten die Männer wieder laufen lassen.

Die Polizei warnt aber erneut vor der sehr häufig vorkommenden Betrugsmasche mit dem sogenannten „Autobahngold“. Die Betrüger stellen sich vorzugsweise an Auf- oder Abfahrten von Autobahnen mit ihren Fahrzeugen auf und gaukeln vor, einen Notfall zu haben. Meistens geben sie vor, Sprit zu brauchen, aber dafür kein Geld zu haben. Sie hätten aber „als Sicherheit“ wertvollen Familienschmuck anzubieten, wenn der Autofahrer ihnen 50 oder 100 Euro Spritgeld gebe.

Für den Schein gibt es dann in der Regel einen vermeintlich wertvollen, teuren Goldring, der sich später aber als völlig wertlos herausstellt. (use)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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