Drei vermeintliche Dachdecker wurden festgenommen

Betrüger pfuschten am Dach - Opfer sind Senioren

Betrogen: Der Rentner Karl K. (rechts) wurde Opfer von vermeintlichen Handwerkern. Zusammen mit seinem Bekannten August R. begutachtete er gestern den Dachboden. Karl K. zahlte für Arbeiten, die nicht ausgeführt worden sind, 7000 Euro. Damit der Schwindel nicht auffliegen sollte, tackerten die Betrüger eine Folie unter die Sparren. Foto:  Fischer

Fuldatal/Kassel. Drei mutmaßliche Betrüger, die sich durch minderwertige Dachdeckerarbeiten Ersparnisse von Senioren ergaunern wollten, sind am Dienstag von der Polizei in Fuldatal festgenommen worden.

Nach Angaben von Polizeisprecher Torsten Werner stehen die Männer im dringenden Tatverdacht versucht zu haben, einen 78-jährigen Mann und seine 73-jährige Ehefrau aus Fuldatal zu betrügen. Die drei Männer (25, 26 und 37 Jahre alt) hätten am Montag dem Ehepaar vorgetäuscht, dass das Dach ihres Wohnhauses erheblich sanierungsbedürftig sei. Nachdem sie gestern - nach nur einem Tag - angeblich das Dach saniert hatten und zum Kassieren der vereinbarten 10.800 Euro kamen, wurden sie in Ihringshausen festgenommen.

Die drei Männer, die aus dem Landkreis Osnabrück stammen, stehen zudem im Verdacht, in der vergangenen Woche den 91-Jährigen Karl K. aus dem Kasseler Stadtteil Fasanenhof mit derselben Masche betrogen zu haben. In diesem Fall zahlte der Rentner 7000 Euro für eine minderwertig ausgeführte Arbeit am Dach seines Wohnhauses. „Es wäre schön, wenn ich mein Geld zurückbekommen könnte. Aber wer weiß, was die damit gemacht haben“, sagte Karl K. am Dienstag gegenüber der HNA.

Alle drei Tatverdächtigen, die der Polizei keine Unbekannten sind und mit dieser Masche bereits mehrfach in Erscheinung getreten waren, müssen sich nun wegen gewerbsmäßigen Betrugs verantworten. Ob das Trio für weitere Betrügereien in Nordhessen verantwortlich ist, müssen Folgeermittlungen ergeben. Gegenüber den ermittelnden Beamten äußerten sich die Männer zu den Vorwürfen nicht. Sie wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen auf freien Fuß gesetzt.

Das für Betrugsdelikte und die weitere Sachbearbeitung zuständige Kommissariat K 23/24 der Kasseler Kripo erhofft sich mit der Veröffentlichung des Falls, mögliche weitere Taten aufzuklären. Opfer, die ebenfalls von den angeblichen Dachdeckern getäuscht worden sind, werden gebeten, sich beim Polizeipräsidium Nordhessen unter 0561/ 910-0 zu melden. (use)

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