Betrugsmasche am Telefon

Betrüger scheiterten an zwei Senioren

Kassel. Die Polizei warnt vor einer Betrugsmasche mit Gewinnversprechungen.

Zwei Senioren aus Harleshausen und Söhrewald erhielten in dieser Woche laut Polizei einen Anruf von Betrügern, die ihnen einen vermeintlichen Gewinn vorgaukelten. Um diesen zu erhalten, müsse der Angerufene jedoch eine Vorauszahlung leisten. Beide Rentner durchschauten den Betrugsversuch und handelten genau richtig: Sie beendeten das Telefonat.

In einem Fall sei im Telefon erschien eine Nummer mit der Berliner Vorwahl „030“ erschienen. Damit der Lottogewinn ausgezahlt werden könne, müsse der Rentner zuvor jedoch 900 Euro per Western Union überweisen. Da der Senior kein Lotto spielt, durchschaute er die Betrüger allerdings sofort.

Die Polizei gibt Tipps, wie man sich vor Betrügern schützen kann:

- Machen Sie sich bewusst: Wenn Sie nicht an einer Lotterie teilgenommen haben, können Sie auch nichts gewonnen haben.

- Geben Sie niemals Geld aus, um einen vermeintlichen Gewinn einzufordern.

- Machen Sie keinerlei Zusagen am Telefon.

- Geben Sie niemals persönliche Informationen weiter: keine Telefonnummern und Adressen, Kontodaten, Bankleitzahlen, Kreditkartennummern oder Ähnliches. 

-  Fragen Sie den Anrufer nach Namen, Adresse und Telefonnummer der Verantwortlichen, um welche Art von Gewinnspiel es sich handelt und was genau Sie gewonnen haben. Notieren sie sich seine Antworten.

- Weisen Sie unberechtigte Geldforderungen zurück.

- Sichern Sie sich ab, indem Sie einen angeblichen Vertragsabschluss widerrufen und wegen arglistiger Täuschung anfechten. Verbraucherzentralen bieten dazu Musterschreiben an. Diese gibt es in den Beratungsstellen der Verbraucherzentralen sowie im Internet (www.verbraucherzentrale.de).

- Kontrollieren Sie mindestens einmal im Monat Ihre Kontoauszüge und Ihre Telefonrechnung.

- Lassen Sie unberechtigte Abbuchungen von Ihrer Bank oder Sparkasse rückgängig machen. Abbuchungen können Sie innerhalb einer bestimmten Frist problemlos widersprechen. Wenden Sie sich zudem unverzüglich an Ihren Bankberater.

- Teilen Sie Ihrem Telefonanbieter schnellstmöglich mit, welche Forderung unberechtigt ist. Dieser hat dann eventuell noch die Möglichkeit, nur den berechtigten Teil des Rechnungsbetrags einzuziehen. Ist bereits eine Abbuchung über den gesamten Betrag erfolgt, sollten Sie dieser bei Ihrem Geldinstitut widersprechen und dann nur den berechtigten Teil der Telefonrechnung begleichen.

- Unberechtigte Lastschrifteinzüge können den Tatbestand des Betrugs gemäß § 263 Strafgesetzbuch erfüllen. Erstatten Sie im Zweifel Anzeige bei der Polizei.

Rubriklistenbild: © dpa

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